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Die Jahresabrechnung einer kleinen Werkstatt mit angeschlossener Lagerhalle weist schnell 15.000 bis 25.000 Kilowattstunden Stromverbrauch aus, verursacht durch Kompressor, Kühlung, Beleuchtung und Maschinen, die vor allem tagsüber laufen. Wer als Eigentümer eines solchen Betriebsgebäudes auf das Dach schaut, sieht dort oft mehrere hundert Quadratmeter ungenutzte Fläche – und stellt sich die Frage, wie viel des selbst erzeugten Solarstroms tatsächlich im eigenen Betrieb verbraucht werden kann, bevor der Rest ins Netz geht.

Genau hier liegt der entscheidende Unterschied zur privaten Dachanlage auf dem Einfamilienhaus. Ein Haushalt verbraucht seinen Strom vor allem morgens und abends, während die Sonne mittags am stärksten scheint – deshalb lohnt sich dort oft ein Speicher, um die Lücke zu schließen. Ein Betrieb mit Werkstatt, Lager oder Produktionshalle dagegen verbraucht seinen Strom genau dann, wenn die Anlage am meisten liefert: zwischen acht und siebzehn Uhr, wenn Maschinen laufen, Kühlketten aktiv sind oder Druckluft erzeugt wird. Deshalb erreichen gewerblich genutzte Gebäude mit passendem Lastprofil Eigenverbrauchsquoten von 50 bis 80 Prozent, ganz ohne Batteriespeicher – ein Wert, den ein reiner Wohnhaushalt ohne Speicher selten überschreitet.

Die Größenordnung einer solchen Anlage richtet sich nach der verfügbaren Dachfläche und dem Verbrauch, nicht nach einem festen Schema. Auf einer Hallenfläche von 800 bis 1.500 Quadratmetern lassen sich, abhängig von Ausrichtung, Neigung und Aufständerung, häufig Anlagen zwischen 100 und 250 Kilowattpeak unterbringen. Die Investitionskosten liegen bei Anlagen dieser Größenordnung überschlägig zwischen 800 und 1.200 Euro je Kilowattpeak, günstiger als bei kleinen Dachanlagen auf Einfamilienhäusern, weil sich Planung, Gerüst und Wechselrichtertechnik auf mehr Fläche verteilen.

Bei einer 150-Kilowattpeak-Anlage bedeutet das eine Investition zwischen 120.000 und 180.000 Euro, wobei Flachdächer mit Aufständerung, Statikprüfung oder notwendiger Dachsanierung die Kosten spürbar nach oben verschieben können. Ob überhaupt ein Speicher sinnvoll ist, hängt stark vom Tagesgang des Verbrauchs ab. Läuft der Betrieb im Schichtbetrieb bis in den Abend oder gibt es saisonale Produktionspausen, etwa in einem Landwirtschaftsbetrieb, kann ein Speicher durchaus sinnvoll sein.

Vorteile der Photovoltaik für Gewerbe

Die Nutzung von Photovoltaik für Gewerbe bietet zahlreiche Vorteile. Neben der Reduzierung der Stromkosten können Unternehmen auch von einer höheren Unabhängigkeit von Energieversorgern profitieren. Zudem trägt der Einsatz von Solarenergie zur Nachhaltigkeit bei und verbessert das Unternehmensimage. Die Einspeisevergütung für überschüssigen Strom kann eine zusätzliche Einnahmequelle darstellen.

In diesem Zusammenhang lohnt sich auch ein Blick auf diesen Artikel zum Thema: Energieberater.

Ein weiterer Vorteil ist die Möglichkeit, staatliche Förderungen und Zuschüsse in Anspruch zu nehmen. Viele Bundesländer bieten spezielle Programme zur Förderung von Photovoltaikanlagen für Gewerbe an. Diese können die Investitionskosten erheblich senken und die Wirtschaftlichkeit der Projekte verbessern.

Planung und Installation von Photovoltaikanlagen

Die Planung einer Photovoltaikanlage sollte sorgfältig durchgeführt werden. Zunächst ist eine genaue Analyse des Stromverbrauchs notwendig, um die passende Anlagengröße zu bestimmen. Hierbei spielen Faktoren wie die Ausrichtung und Neigung des Daches sowie die vorhandene Fläche eine entscheidende Rolle. Es empfiehlt sich, einen Fachmann hinzuzuziehen, um die optimale Lösung zu finden.

Die Installation der Photovoltaikanlage erfolgt in mehreren Schritten. Zunächst wird das Dach auf seine Eignung geprüft, gefolgt von der Montage der Solarmodule und der Verkabelung. Nach der Installation erfolgt die Inbetriebnahme, bei der die Anlage auf ihre Funktionalität getestet wird. Ein regelmäßiger Wartungsservice sorgt dafür, dass die Anlage effizient arbeitet und mögliche Probleme frühzeitig erkannt werden.

Passend dazu haben wir einen weiteren Beitrag zum Thema: Photovoltaik Rendite berechnen: Amortisation in Jahren für Eigenheime.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Photovoltaik für Gewerbe eine lohnenswerte Investition darstellt. Mit der richtigen Planung und Nutzung der Eigenverbrauchsmöglichkeiten können Unternehmen nicht nur ihre Energiekosten senken, sondern auch einen Beitrag zur Energiewende leisten.

Für weitere Informationen über Photovoltaik und deren Vorteile für Gewerbe können Sie den Artikel auf Wikipedia besuchen.

Häufig gestellte Fragen

Wie hoch ist die Eigenverbrauchsquote bei Gewerbe?

Gewerbliche Photovoltaikanlagen erreichen Eigenverbrauchsquoten von 50 bis 80 Prozent, abhängig vom Lastprofil.

Welche Förderungen gibt es für Photovoltaikanlagen?

In vielen Bundesländern gibt es spezielle Förderprogramme, die die Investitionskosten für Photovoltaikanlagen senken können.

Wie viel kostet eine Photovoltaikanlage für Gewerbe?

Die Investitionskosten liegen zwischen 800 und 1.200 Euro je Kilowattpeak, abhängig von der Anlagengröße.

Ist ein Speicher für Photovoltaikanlagen sinnvoll?

Ob ein Speicher sinnvoll ist, hängt vom Tagesgang des Verbrauchs ab und sollte individuell geprüft werden.

Wie lange dauert die Installation einer Photovoltaikanlage?

Die Installation einer Photovoltaikanlage kann je nach Größe und Komplexität zwischen wenigen Tagen bis zu mehreren Wochen dauern.

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