Hallo zusammen,
ich beschäftige mich gerade mit der Frage, ob die neue 800W-Grenze ab 2026 die Wirtschaftlichkeit von bereits installierten 600W-Anlagen rückwirkend verschlechtert – oder ob das eher ein psychologisches Phänomen ist.
Mein Gedanke: Wenn plötzlich 800W der neue Standard werden und entsprechende Geräte massenweise auf den Markt kommen, sinken die Modulpreise vermutlich weiter. Das müsste ja auch Wechselrichter betreffen. Gleichzeitig steigen aber die Netzgebühren kontinuierlich, was den Eigenverbrauch weniger wertvoll macht.
Ich habe eine 600W-Anlage im Juni installiert und kalkuliere mit 7-8 Jahren Amortisation bei aktuellem Strompreis. Wenn ich jetzt die Investition auf Basis von 2026er-Szenarien neu bewerte: Sinkt meine Rendite messbar, nur weil der Rahmen sich ändert? Oder ist das Zahlenschieberei?
Wie berechnet ihr das realistische? Interessiert mich weniger die emotionale Debatte als die harten Zahlen.
Die entscheidende Frage ist, ob du die Strompreissteigerung oder die Modulpreisfallende stärker gewichtest. Beides läuft parallel ab 2026.
Realität: 600W und 800W sind für die Amortisation deiner *bestehenden* Anlage völlig irrelevant. Die Grenze ändert nichts an dem Strom, den deine Module jetzt schon produzieren. Was sich ändert ist allein die Referenzvergütung am Markt – und die ist ohnehin marginal bei Mini-PV.
Wo ich dir zustimme: Wenn neue 800W-Geräte billiger werden und du *hättes* 800W nehmen können, ist das ein Opportunitätsverlust. Aber das ist Spilled Milk. Deine aktuelle Anlage sollte nach 7-8 Jahren schwarz sein – unabhängig davon, was die Regulierung sagt.
Mein Rat: Berechne deine Amortisation mit realistischen Strompreis-Szenarien (3-4% jährlich, nicht mehr) und vergiss die Regulierung. Die ist für Neuinstallationen relevant, nicht für Bestandsanlagen.
Kurz gesagt: nein, nicht wirklich. Deine 600W produzieren weiterhin das, was sie produzieren – die Regeländerung ändert daran nichts.