Hallo zusammen,
ich bin gerade dabei, für ein bestehendes Einfamilienhaus eine PV-Anlage zu planen, und stoße auf ein klassisches Problem: Das südausgerichtete Dach ist teilweise stark verschattet durch einen großen Baum, und die östliche sowie westliche Fläche sind ebenfalls nicht optimal – Ost-Dach nur ca. 6m², West-Dach ähnlich klein.
Bevor ich hier einfach die Südseite teilweise nutze, interessiert mich, wie andere die Wirtschaftlichkeit bewerten, wenn man auf Ausweichflächen ausweicht. Konkret: Wäre es sinnvoller, statt 4-5 Module auf dem schlechten Süd-Dach lieber eine Kombination aus Ost und West zu nutzen? Oder sogar die Fassade einzubeziehen?
Ich möchte hier systematisch vorgehen und nicht nur nach Bauchgefühl entscheiden. Wie würdet ihr bei der Wechselrichter-Dimensionierung vorgehen, wenn ihr mehrere suboptimale Flächen kombiniert? Gibt es spezifische Wechselrichter-Typen, die für solche asymmetrischen Setups besser geeignet sind?
Hat jemand Erfahrung mit solchen "schwierigen" Dächern gemacht? Tipps willkommen.
Hi Thomas W.,
ich würde dir ehrlich sagen: Bei deinem Setup lohnt sich die Kombination aus Ost und West wahrscheinlich mehr als einen Kompromiss auf der Südseite einzugehen. Der Baum ist halt ein K.O.-Kriterium.
Bei meiner Anlage habe ich ähnliche Erfahrungen gemacht – asymmetrische Flächen funktionieren überraschend gut. Die Erträge über den Tag verteilt sind deutlich gleichmäßiger. Für solche Setups würde ich dir einen Hybrid- oder String-Wechselrichter mit MPP-Trackern pro String empfehlen, da kannst du Ost und West unabhängig regeln.
Die Fassade würde ich erst später berücksichtigen – da sind die Erträge einfach zu schwach im Vergleich zum Aufwand. Fang mit Ost + West an, das ist clever dimensioniert oft wirtschaftlicher.
Wichtig: Nimm dir Zeit für eine vernünftige Ertragssimulation mit den echten Verschattungsdaten. Das spart dir später Überraschungen.
Viel Erfolg beim Projekt!