Hallo zusammen,
ich plane gerade mein erstes Balkonkraftwerk und beschäftige mich intensiv mit den Jahreszeiten-Szenarien. Klar, im Sommer läuft alles bestens – aber ich will nicht wie viele andere erst im Winter überrascht werden.
Mich interessiert konkret: Wie verhalten sich moderne Solarmodule wirklich bei Schneebelag? Ich hab gelesen, dass Schnee isoliert und die Leistung um 80% sinkt. Aber stimmt das wirklich für alle Module gleich, oder gibts da Unterschiede zwischen den Herstellern? Und wie schnell schmilzt das Zeug ab, wenn die Wintersonne draufscheint?
Zweite Frage: Verschattung durch Nachbargebäude im Dezember/Januar. Ich teste gerade verschiedene Monitoring-Systeme, um die echten Verluste zu messen – nicht nur theoretisch. Lohnt sich das Optimierer-Nachrüsten überhaupt, wenn die Module ohnehin schon im Winter untätig rumstehen?
Will das vorher richtig durchrechnen, bevor ich irgendwas kaufe. Habt ihr da Erfahrungswerte aus euren Anlagen?
Hallo Thomas M.,
das mit dem Schnee ist tatsächlich stark davon abhängig, wie steil deine Module angebracht sind. Bei mir auf dem Dach mit etwa 35° Neigung rutscht der Schnee relativ zügig ab – die 80% Verlust sehe ich eher bei flacheren Installationen. Die gängigen Module unterscheiden sich da nicht so extrem voneinander.
Zum Thema Verschattung: Das ist genau der Punkt, wo mein Smart-Home-Setup mir hilft. Ich habe Optimierer bei mir nachgerüstet und kann damit live über mein Monitoring-System sehen, wie sich die Erträge bei Teilbeschaftung verhalten. Ehrlich gesagt hat sich das für mein Winter-Szenario gelohnt – nicht nur wegen der Leistung, sondern auch weil ich damit intelligent regeln kann, wann die Wärmepumpe läuft.
Mein Tipp: Nutze die Winter-Monate für exakte Messungen deines Schattenwurfs. Das ist besser als Theorie. Und Optimierer nachrüsten kannst du später immer noch, wenn sich's wirklich lohnt.
Viel Erfolg bei deinem Balkonkraftwerk!