Hallo zusammen,
ich bin gerade dabei, meine PV-Anlage um einen Stromspeicher zu ergänzen und bin mir unsicher bei der Dimensionierung. Mein Verbrauchsmuster ist typisch Sommer: morgens und abends etwas Verbrauch, mittags/nachmittags kaum – da bin ich oft unterwegs. Die PV-Anlage lädt dann den ganzen Tag über, aber ich nutze den Strom nur zu Randzeiten.
Aktuell sammle ich Verbrauchsdaten aus meinem Smart-Meter vom Juli und August. Mein durchschnittlicher Tagesverbrauch liegt bei etwa 18-20 kWh, davon aber nur etwa 6-7 kWh nachts zwischen 22 und 6 Uhr. Der Rest verteilt sich auf Morgen und Abend, wenn die PV-Anlage noch/schon nicht produziert.
Meine Frage: Sollte ich die Speichergröße nach dem Nachtverbrauch berechnen oder nach einem mittleren Selbstversorgungsgrad? Und wie berücksichtige ich, dass die Sommermonate nicht repräsentativ sind – im Winter sieht es völlig anders aus?
Ich möchte die Wirtschaftlichkeit maximal optimieren, ohne zu über- oder unterdimensionieren. Wie würdet ihr vorgehen?
Danke für eure Einschätzungen!
Hallo Markus S.,
ich würde hier pragmatisch vorgehen: Für den Sommer rechne ich immer mit dem Selbstversorgungsgrad, nicht nur mit der Nachtlast. Bei deinem Verbrauchsmuster mit den Randzeiten macht eine Speichergröße von 10-12 kWh Sinn – damit deckst du die Morgen- und Abendspitzen ab und pufferst die Produktionsspitzen. Das sollte dir im Sommer eine hohe Quote bringen.
Zur Winterproblematik: Das ist das größere Thema. Da hilft kein noch so großer Speicher wirklich weiter, weil die PV-Produktion einfach zu gering ist. Ich würde die Speicherdimensionierung also primär auf den Sommer optimieren und im Winter mit Netzbezug rechnen – alles andere wird schnell unrentabel.
Mein Tipp: Schau dir deine November-Februar-Daten an, bevor du die finale Größe festlegst. Oft ist ein kleinerer, effizienterer Speicher wirtschaftlicher als ein Oversized-Gerät, das den ganzen Winter ohnehin nicht hilft.
Viel Erfolg beim Projekt!