Hallo zusammen,
ich betreibe meine 8kWp-Anlage jetzt seit drei Jahren und hatte bislang relativ stabile Erträge. Aber die Nachbarbäume sind in den letzten beiden Jahren deutlich gewachsen, und jetzt bekomme ich ab ca. 15 Uhr jeden Tag Teilverschattung auf etwa ein Drittel meiner Strings. Das ist das Problem: Meine Module reagieren da ganz unterschiedlich drauf.
Ich habe keine Optimierer verbaut – nur einen Fronius-Wechselrichter mit Standard-String-Aufbau. Mit meinem Monitoring habe ich gemessen, dass die Leistung bei Teilschatten teilweise um 45-50% sinkt, obwohl nur etwa 30% der Modulfläche betroffen sind. Das deutet auf den bekannten Bypass-Dioden-Effekt hin.
Meine Frage: Macht es Sinn, jetzt nachträglich Optimierer in den problematischen String einzubauen? Oder gibt es da andere Ansätze, die ich übersehen habe? Wie haben andere hier mit wachsenden Bäumen umgegangen – einfach akzeptieren oder aktiv was machen?
Für konkrete Erfahrungsberichte bin ich dankbar.
Gibt es in deinem Monitoring-Setup auch Strom- und Spannungswerte für einzelne Strings? Mit denen könnte man genauer sehen, wo genau der Knick ist.
Stefan, das ist tatsächlich ein klassisches Szenario. Der Bypass-Dioden-Effekt ist hier der Knackpunkt – wenn ein Modul im String stärker beschattet wird, leitet die Diode den Strom an den anderen Modulen vorbei, und die ganze Leistung bricht ein.
Nachträglich Optimierer einbauen funktioniert technisch, aber Kosten vs. Nutzen musst du rechnen. Ein Power Optimizer pro Modul im betroffenen String kostet ca. 100-150€ plus Einbau. Das amortisiert sich nur, wenn die Teilverschattung wirklich regelmäßig und signifikant ist.
Alternative: Hast du die Option, die Bäume zu kürzen? Ich weiß, ist nicht immer diplomatisch möglich. Ansonsten: String-Umverdrahtung prüfen – vielleicht lassen sich die betroffenen Module auf einen eigenen, kleineren String mit eigenem Wechselrichter-Input legen? Das ist oft billiger als Optimierer. Welche Module hast du denn verbaut – Halbzellen oder Standard?