Hallo zusammen,
ich hab seit letztem Jahr eine 12 kWp Anlage mit 10 kWh Speicher und merke jetzt im Sommer ein Problem. Bei den warmen Temperaturen läuft unsere Klimaanlage tagsüber fast durchgehend und zieht ordentlich Strom. Dadurch wird der Speicher oft gar nicht richtig voll geladen, obwohl die PV-Anlage super läuft.
Mein Problem: Am Abend und nachts wenn die Klima noch läuft ist der Speicher dann schnell leer und ich muss teuren Netzstrom kaufen. Das kann doch nicht optimal sein, oder?
Ich überlege ob ich die Ladezyklen irgendwie optimieren kann. Vielleicht die Klimaanlage mittags kurz pausieren lassen damit der Speicher erstmal voll wird? Oder gibt es intelligentere Lösungen? Hab schon überlegt ob ich ein smartes Energiemanagement-System brauche.
Wie macht ihr das denn? Habt ihr Tipps für die Sommermonate wenn der Eigenverbrauch tagsüber so hoch ist? Bin für jeden Hinweis dankbar!
Gruß Klaus
Moin Klaus,
würde erstmal genau messen was da passiert. Ohne ordentliche Datengrundlage tappt man nur im Dunkeln rum. Ein einfacher Energiemessgerät für die Klimaanlage zeigt dir den tatsächlichen Verbrauch.
Aus meiner Erfahrung: Die meisten Klimaanlagen sind völlig überdimensioniert und laufen ineffizient. Oft reicht es schon, die Zieltemperatur um 2°C anzuheben. Spart locker 20-30% Strom und der Speicher hat wieder Luft.
Bevor du in Smart-Home-Gedöns investierst, check mal die Basics: Ist die Anlage richtig eingestellt? Filter sauber? Haus vernünftig gedämmt/beschattet?
Hallo Klaus,
das Problem kenne ich nur zu gut! Bei uns läuft im Sommer die Klima auch fast durchgehend und der Speicher kommt einfach nicht hinterher. Mittags pausieren ist theoretisch eine Option, aber ehrlich gesagt will man bei 35°C nicht ohne Kühlung dastehen.
Was bei uns geholfen hat: Wir haben die Klima-Steuerung etwas angepasst. Zwischen 11 und 14 Uhr, wenn die PV am meisten bringt, läuft sie auf niedrigerer Stufe und kühlt das Haus quasi "vor". Dann kann sie nachmittags effizienter arbeiten und der Speicher bekommt trotzdem etwas ab.
Ein smartes Energiemanagement würde definitiv helfen, kostet aber auch wieder. Alternativ kannst du mal schauen, ob deine Wechselrichter-Software schon Lastmanagement kann - viele haben das heute integriert.
Übrigens, apropos Optimierung der Anlage - ich hab neulich den Thread Wartungsverträge PV-Anlage: Sinnvoll oder überflüssiger Kostenfaktor? gelesen. Da ging's zwar um Wartung, aber auch um Performance-Überwachung - vielleicht ist das auch interessant für dich.
Bei 12 kWp und nur 10 kWh Speicher würde ich langfristig über eine Speichererweiterung nachdenken. 15-20 kWh wären für den Sommer mit Klima deutlich entspannter.
Gruß Werner