Hallo zusammen,
ich beschäftige mich seit einiger Zeit mit der Frage, ob sich Tibber mit meiner bestehenden 12 kWp Anlage sinnvoll koppeln lässt – rein vom Software-Standpunkt aus gesehen. Mein Wechselrichter ist ein älteres Modell und bietet native Tibber-Integration nicht an, aber es gibt ja mittlerweile viele Third-Party-Lösungen wie Home Assistant oder ähnliche Middleware-Ansätze.
Meine konkrete Frage: Kann ich über eine Softwarelösung tatsächlich so granular steuern, dass meine Wallbox oder der Wärmepumpen-Pufferspeicher automatisch bei hohem PV-Überschuss laden/heizen? Oder sind das nur Marketingversprechen und in der Praxis scheiterts an der Latenz oder fehlenden API-Zugriff beim Wechselrichter?
Mich interessiert ehrlich gesagt die Rentabilität: Lohnt sich der Aufwand für die Softwareintegration überhaupt, wenn meine Einsparungen dadurch vielleicht nur 3–5% höher ausfallen? Hätte gerne ehrliche Erfahrungen von euch, keine Werbetexte.
Danke!
Da muss ich dir widersprechen – viele unterschätzen die technischen Hürden. APIs sind oft undokumentiert, Tibber-Limits beim Abrufen von Echtdaten sind engmaschig, und die meisten älteren Wechselrichter sperren Schreibvorgiffe komplett ab. Bevor du Zeit reininvestierst: Welches Modell hast du denn? Das ist entscheidend.
Hallo Andreas, gute Frage. Ich habe mich damit vor zwei Jahren auch intensiv auseinandergesetzt. Die technische Machbarkeit ist tatsächlich da – über Home Assistant oder ähnliche Plattformen kannst du Wechselrichter-APIs anzapfen und Tibber-Daten verarbeiten. Allerdings: Die Latenz ist oft 30–60 Sekunden, was für Echtzeitsteuerung wie Wallbox-Laden kritisch sein kann.
Bei mir hat sich die Investition (Hardware + Setup-Zeit) erst nach etwa 4 Jahren durch die bessere Eigenverbrauchsoptimierung amortisiert. Das war knapp unter meinem Break-Even-Threshold. Wichtig: Nur sinnvoll, wenn du ohnehin flexible Lasten hast (Wärmepumpe, Speicher). Pure Wallbox-Steuerung bringt oft zu wenig.