Hallo zusammen,
ich plane, meine bestehende 10er-String-Anlage um 4 weitere Module zu erweitern. Die Module sind noch verfügbar (gleicher Typ, 440W), aber mein Wechselrichter (Fronius Symo) hat noch Spielraum.
Meine Frage: Wie berechne ich richtig, ob der zusätzliche String mit den vorhandenen Kabeln verträglich ist? Die jetzigen DC-Kabel liegen im Dachboden, ca. 12m bis zum WR. Muss ich für die 4 zusätzlichen Module neue Kabel verlegen oder kann ich die an den bestehenden String anschließen?
Ich bin mir unsicher bei der Spannungsberechnung: Addiere ich einfach die Leerlaufspannungen? Bei 35°C (wie jetzt im August) müssen die Module ja höhere Verluste haben. Habt ihr eine praktische Formel oder ein Berechnungsschema, das ihr mir empfehlen könnt?
Danke für die Tipps!
Sehr gute Frage. Bei der Stringverlängerung spielen mehrere Faktoren zusammen:
1. Spannungen addieren sich: Bei 4 × 440W-Modulen mit typischerweise ~50V Leerlaufspannung je Modul musst du mit ~200V zusätzlich rechnen. Wichtig: Bei hohen Temperaturen (dein Szenario August) sinkt die Leerlaufspannung um etwa 0,3% pro °C über 25°C. Das ist nicht vernachlässigbar!
2. Kabelquerschnitt: 12m ist eine relevante Distanz. Bei 2×4mm² (Standard) liegt dein Leitungswiderstand bei etwa 0,0175 Ω/m. Das summiert sich über 12m + Rückleitung auf merkliche Verluste. Der Fronius-Datenblatt sollte dir max. zulässige Spannungsverluste (meist 2–3%) angeben.
3. Praktisch: Messe die aktuelle Leerlaufspannung deines bestehenden Strings bei Sonnenschein – nicht theoretisch. Dann kalkulierst du die 4 Module dazu und prüfst, ob du im zulässigen Bereich bleibst.
Faustregel: Neue, separate Verkabelung ist oft sauberer als parallele Strings mit unterschiedlichen Temperaturen. Kostet aber mehr Material.