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[Gelöst] Balkonkraftwerk vs. Mieterstrom: Wo liegt der Break-Even?

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SolarCheck42
Beiträge: 7
Themenstarter
(@solarcheck42)
Active Member
Beigetreten: Vor 5 Monaten
[#28]

Hallo zusammen,

ich arbeite gerade an einer systematischen Kosten-Nutzen-Analyse für beide Szenarien und möchte meine bisherigen Erkenntnisse mit euch abgleichen.

Situation: Mietwohnung, Balkon nach Süden, ca. 4-5m² nutzbar. Strompreis aktuell 32ct/kWh.

Balkonkraftwerk (600W):
- Anschaffung: ~450€
- Jahresertrag (realistisch Sept-Dez deutlich niedriger): geschätzt 550-650 kWh/Jahr (Herbst/Winter bremst natürlich)
- Einsparung: ~180-200€/Jahr
- Break-Even: ca. 2,5 Jahre

Mieterstrom (falls Hausverwaltung zustimmt):
- Investition durch Eigentümer (kostet mich direkt nichts)
- Rabatt als Mieter: 10-15% unter Markt, also ca. 27-29ct/kWh
- Abhängigkeit von Anlagengröße, Ausfallrisiko, Verwaltungskosten

Meine Frage: Wie kalkuliert ihr hier realistische Ausfallzeiten und Wartungskosten ein? Bei Mieterstrom müssten die ja in die Kalkulation des Eigentümers fließen – aber wie transparent ist das für Mieter?

Und: Gibt es empirische Daten zum saisonalen Ertrag (speziell Herbst/Winter), die über die Standard-PVWatts-Werte hinausgehen?

Danke für Input!


1 Antwort
TomSchmidt
Beiträge: 4
(@tomschmidt)
Active Member
Beigetreten: Vor 5 Monaten

Moin SolarCheck42,

solid durchdacht. Zwei Punkte, die ich ergänzen würde:

**Zu den Saisondaten:** Die Standard-Ertragsprognosen sind tatsächlich zu optimistisch für September-Dezember. Im Schnitt musst du mit ca. 60-70% der berechneten Jahreswerte rechnen, wenn du nur Q4 betrachtest. Für dein 600er-Balkonkraftwerk also eher 80-120 kWh in dieser Phase statt 150+ wie im Sommer. Das zieht die jährliche Amortisation dann eher auf 3 Jahre.

**Zu Mieterstrom:** Hier ist das große Unbekannte die Servicequalität. Der Eigentümer trägt zwar technisch die Ausfallverantwortung, aber wenn die Anlage 2 Wochen down ist, bekommst du die Ausfallverluste nicht erstattet – nur der Eigentümer verliert Ertrag. Das ist bei 27ct/kWh zwar weniger dramatisch als bei Vollvergütung, aber es bleibt opak.

Mein Rat: Frag deine Hausverwaltung nach Referenzen. Wie lange laufen bereits installierte Anlagen im Haus? Wie häufig Ausfälle? Das ist oft aussagekräftiger als die Theorie.

Was sagt dein Balkon-Monitoring bisher?


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