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Unterschiedliche String-Längen - wie Wechselrichter richtig dimensionieren?

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R.Hoffmann83
Beiträge: 1
Themenstarter
(@r-hoffmann83)
New Member
Beigetreten: Vor 1 Monat
[#48]

Hi zusammen,

stehe vor einem Problem bei meiner Anlagenplanung. Habe ein etwas schwieriges Dach mit verschiedenen Dachflächen und komme nicht um unterschiedliche String-Längen herum.

Konkret:
- String 1: 12 Module (Süd-Dach, optimal)
- String 2: 8 Module (Ost-Dach, morgens gut)
- String 3: 6 Module (kleines Süd-Dach, nachmittags verschattet)

Meine Frage: Wie dimensioniere ich den Wechselrichter richtig bei so unterschiedlichen String-Längen? Muss ich auf den schwächsten String ausrichten oder kann ich einen größeren WR nehmen und die ungleichen Strings kompensieren sich?

Die Module sind alle identisch (450W, gleicher Typ), nur die Anzahl pro String variiert stark. Beim Elektriker hab ich verschiedene Aussagen gehört - einer meint 10kW WR reicht, der andere empfiehlt 12kW.

Bin jetzt etwas verunsichert. Will die Anlage bis Ende Juli fertig haben, damit sie im August schon ordentlich läuft wenn wir aus dem Urlaub zurück sind. Die Hitze macht mir auch Sorgen - funktionieren die Module bei 35°C überhaupt noch optimal?

Wer hat Erfahrungen mit solchen asymmetrischen Anlagen?


5 Antworten
S.Hoffmann30
Beiträge: 1
(@s-hoffmann30)
New Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Bei unterschiedlichen String-Längen ist das MPPT-Tracking entscheidend. Du brauchst einen WR mit mindestens 3 separaten MPPT-Eingängen für deine Strings.

Die Dimensionierung richtet sich nach der Gesamt-DC-Leistung: 26 Module × 450W = 11,7kWp. Ein 12kW WR wäre hier sinnvoll, da du bei optimalen Bedingungen durchaus die volle Leistung erreichen kannst. 10kW würde ich als zu knapp sehen.

Wie ich schon mal geschrieben hab, ist die Platzierung auch wichtig - bei der Sommerhitze würd ich den WR definitiv nicht auf den Dachboden.

Zur Hitze: Module verlieren bei 35°C etwa 10-15% Leistung gegenüber 25°C, das ist normal und eingeplant. Installation ist machbar, nur früh morgens oder spätnachmittags arbeiten.


Antwort
SolarTech29
Beiträge: 7
(@solartech29)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Kurz und knapp: 12kW WR mit 3 MPPT-Eingängen. Fertig.

Bei unterschiedlichen String-Längen ist das Standard. Die Tracker regeln das automatisch optimal.


Antwort
HelmutKrause
Beiträge: 3
(@helmutkrause)
New Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Ich sehe das Problem etwas anders. Bei so unterschiedlichen String-Längen würde ich eher zu String-Wechselrichtern raten statt einem zentralen.

Mit 12, 8 und 6 Modulen hast du sehr verschiedene Leistungsklassen. Ein zentraler WR kann zwar mit MPPT arbeiten, aber die Effizienz leidet trotzdem. Besonders der 6er-String wird oft nicht optimal gefahren.

String-WR kosten zwar mehr, aber bei deiner Konstellation könnte sich das lohnen. Alternativ zwei kleinere zentrale WR: einen 8kW für die beiden größeren Strings und einen 3kW für den kleinen.

Und ehrlich gesagt - Ende Juli Installation bei der Hitze? Lass lieber im September machen, da arbeitet es sich entspannter und die Module starten mit kühleren Temperaturen in die erste Saison.


Antwort
Ralf_1974
Beiträge: 3
(@ralf_1974)
New Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Moin! Hab seit über 15 Jahren PV auf dem Dach und schon einige WR-Generationen durch.

Deine Elektriker haben beide nicht ganz unrecht, aber 12kW ist schon sinnvoller. Bei 26×450W kommst du theoretisch auf 11,7kW, und gerade im Sommer bei optimalen Bedingungen erreichst du das auch.

Was die unterschiedlichen String-Längen angeht: Das ist heute kein Problem mehr. Moderne WR mit separaten MPPT-Trackern können das gut kompensieren. Jeder String wird individuell auf seinen optimalen Arbeitspunkt geregelt.

Wegen der Hitze würd ich mir keine Sorgen machen - hab meine Anlage damals auch im Juli installiert. Module werden warm, ja, aber das ist einkalkuliert. Wichtiger ist, dass du den WR kühl aufstellst.


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