Hallo zusammen,
ich bin gerade dabei, eine PV-Anlage für unser Einfamilienhaus zu planen und bin mir unsicher wegen der Dimensionierung. Der Installateur hat mir 10 kWp vorgeschlagen, aber ich frage mich ehrlich gesagt, ob das nicht zu viel ist.
Zu unserem Verbrauch: Wir sind ein 4-Personen-Haushalt mit etwa 4.500 kWh Jahresverbrauch. Haben eine Wärmepumpe (die läuft aber erst seit letztem Jahr) und fahren noch keinen Stromer, aber das könnte in 2-3 Jahren kommen.
Das Dach ist Südausrichtung, 45° Neigung, keine Verschattung. Wäre theoretisch Platz für noch mehr Module. Der Installateur meint, mit 10 kWp könnte ich etwa 9.500 kWh im Jahr erzeugen.
Meine Bedenken: Ist das nicht viel zu viel? Speicher ist erstmal nicht geplant wegen der Kosten. Dann würde ich ja den Großteil einspeisen. Bei den aktuellen Einspeisevergütungen rechnet sich das doch kaum noch, oder?
Andererseits sagt der Installateur, lieber gleich größer bauen, weil die Fixkosten eh da sind. Was meint ihr? Lieber kleiner anfangen mit 6-7 kWp oder doch die 10 kWp nehmen?
Danke für eure Einschätzungen!
Sehe ich anders! 10 kWp für 4.500 kWh Verbrauch ist schon sehr üppig dimensioniert.
Klar, E-Auto und so, aber das ist ja erstmal Zukunftsmusik. Momentan würdest du über 5.000 kWh einspeisen müssen - bei der mickrigen Vergütung dauert die Amortisation ewig.
Ich würde eher mit 6-7 kWp starten. Das deckt deinen Grundbedarf gut ab und du hast noch Luft nach oben für die Wärmepumpe im Winter. Wenn dann wirklich das E-Auto kommt, kann man immernoch erweitern.
Die Fixkosten-Argumentation vom Installateur ist natürlich klar - der will verkaufen. Aber rechne mal durch: Was kostet dich jeder kWp mehr und was bringt er dir real ein? Oft ist kleiner erstmal wirtschaftlicher.
10 kWp sind schon ok, würde ich machen. Hab selbst 8,5 kWp bei ähnlichem Verbrauch und bereue es nicht größer gebaut zu haben.
Noch ein wichtiger Punkt zur Planung: Vergiss nicht die Versicherung mit einzukalkulieren. Ich hab da gute Erfahrungen gemacht mit einem Online-Vergleich - spart Zeit und man sieht direkt die Unterschiede bei Leistung und Preis. Gerade bei größeren Anlagen wie deinen geplanten 10 kWp definitiv sinnvoll. https://pv-anlagen24.com/pv-versicherung-vergleichen
Aus meiner Sicht ist der Installateur da schon auf dem richtigen Weg. 10 kWp sind bei eurem Verbrauchsprofil durchaus sinnvoll, auch ohne Speicher erstmal.
Du musst bedenken: Mit der Wärmepumpe und einem zukünftigen E-Auto wird dein Verbrauch deutlich steigen. Dann bist du froh über jeden kWh, den du selbst erzeugen kannst. Die Einspeisevergütung ist zwar nicht mehr berauschend, aber immer noch besser als gar nix.
Die Mehrkosten von 6 auf 10 kWp sind verhältnismäßig gering - die teuren Komponenten wie Wechselrichter, Gerüst, Elektriker sind ja eh da. Pro kWp wird's günstiger, je größer die Anlage.
Einen Speicher kannst du später immer noch nachrüsten, wenn die Preise weiter fallen. Smart Home Integration lohnt sich dann auch mehr bei größeren Anlagen.