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Klimaanlage und PV-Anlage gemeinsam planen - Dimensionierung berücksichtigen?

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Thomas-Keller
Beiträge: 2
Themenstarter
(@thomas-keller)
New Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen
[#38]

Hallo zusammen,

wir planen für unser EFH sowohl eine PV-Anlage als auch eine Klimaanlage. Bisher haben wir nur einen alten Ventilator im Schlafzimmer, aber bei den Temperaturen diesen Sommer wird uns klar, dass wir was Vernünftiges brauchen.

Jetzt stellt sich die Frage: Sollte ich die geplante Klimaanlage bei der PV-Dimensionierung mit berücksichtigen? Die Klimaanlage würde ja hauptsächlich tagsüber laufen, wenn die PV am meisten produziert. Das könnte doch den Eigenverbrauch erheblich steigern?

Wir haben ein Satteldach mit Süd-Ausrichtung, ca. 45m² nutzbare Dachfläche. Bisher dachten wir an 8-10 kWp. Für die Klimaanlage peilen wir ein Split-Gerät für Wohnzimmer (35m²) und eventuell noch eins fürs Schlafzimmer an.

Verbrauch aktuell liegt bei etwa 4.200 kWh im Jahr, aber das wird mit Klima sicher deutlich steigen. Macht es Sinn, die PV-Anlage größer zu planen? Oder rechnet sich das nicht, weil die Klima nur wenige Monate im Jahr läuft?

Hat jemand Erfahrungen mit so einer kombinierten Planung? Wie stark steigt der Stromverbrauch mit Klimaanlage wirklich?

Danke schon mal!


3 Antworten
Hermann_1951
Beiträge: 9
(@hermann_1951)
Active Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Muss aber auch sagen, dass sich das finanziell nicht immer rechnet. Die größere PV-Anlage kostet ja auch mehr Geld.

Ich hab nur 8 kWp und eine kleine Klimaanlage im Wohnzimmer. Die läuft vielleicht 200-300 Stunden im Jahr - da lohnt sich keine Überdimensionierung der PV.

Bei uns in der Gegend sind die Sommer nicht so extrem, dass man monatelang kühlen müsste. Rechne erstmal durch, wie viel Mehrkosten die größere Anlage hat und ob sich das über die Jahre amortisiert.


Antwort
T.Hoffmann13
Beiträge: 3
(@t-hoffmann13)
New Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen

Stefan hat völlig recht mit der Dimensionierung. Ich hab das vor zwei Jahren auch gemacht und bin sehr zufrieden.

Wichtig ist aber auch die Effizienz der Klimaanlage - nimm auf jeden Fall Geräte mit A+++ Rating. Die modernen Inverter-Klimaanlagen sind deutlich sparsamer als die alten An-Aus-Geräte.

Bei der Anlagenplanung solltest du auch bedenken, dass an heißen Tagen die PV-Module weniger effizient arbeiten. Bei 35°C Modultemperatur hast du schon merkliche Verluste. Das heißt, du brauchst etwas Reserve in der Dimensionierung.

12-15 kWp sind bei deiner Dachfläche definitiv machbar. Schau auch, dass der Wechselrichter entsprechend dimensioniert ist - bei hohen Klimalasten kann es sonst eng werden.


Antwort
Stefan9197
Beiträge: 3
(@stefan9197)
New Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen

Hi Thomas, das ist definitiv eine sinnvolle Überlegung! Klimaanlagen sind tatsächlich perfekte "Verbraucher" für PV-Strom, da sie hauptsächlich bei Sonnenschein laufen.

Ein Split-Gerät für 35m² zieht etwa 2-3 kW, das Schlafzimmer-Gerät nochmal 1,5-2 kW. Bei sommerlichen Betriebszeiten von 6-8 Stunden täglich kommst du schnell auf 1.500-2.000 kWh zusätzlich pro Kühlsaison.

Ich würde die PV-Anlage eher Richtung 12-15 kWp planen. Ja, die Klimaanlagen laufen nur 3-4 Monate, aber in der Zeit haben sie enormen Einfluss auf den Eigenverbrauch. Bei mir hat sich die größere Dimensionierung gelohnt - im Sommer liegt der Eigenverbrauchsanteil bei fast 80% statt sonst 40%.

Bei Dachbegrünung und PV hatte ich schon mal erwähnt, wie wichtig die richtige Dimensionierung ist. Klimaanlagen sind halt echte Stromfresser, aber zur richtigen Zeit.


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