Hallo zusammen,
ich bin gerade dabei, mein Balkonkraftwerk zu erweitern und habe dabei gemerkt, dass ich die Fehlermeldungen meines Wechselrichters oft nicht richtig einordnen kann. Gestern ist mir aufgefallen, dass der Wechselrichter eine Warnung gezeigt hat, aber ich konnte nicht wirklich sagen, ob das Problem bei meinen Modulen oder eher beim Wechselrichter selbst liegt.
Im Herbst habe ich beobachtet, dass bei bewölktem Wetter und Feuchte manche Fehler auftauchen, dann aber wieder verschwinden. Das verwirrt mich total – ist das ein echtes Problem auf der Gleichspannungsseite (also Module, Kabel) oder passiert was auf der AC-Seite (Netz, Wechselrichter)?
Wie geht ihr praktisch vor, um das auseinanderzuhalten? Gibt es Anhaltspunkte im Fehlercode selbst oder muss ich immer mit dem Multimeter messen? Über konkrete Tipps würde ich mich freuen!
Interessanter Punkt, Markus. Aus meiner Perspektive würde ich noch hinzufügen, dass String-Optimierer und MPP-Tracker hier auch eine Rolle spielen, wenn du die später einbaust. Die können nämlich vor dem Wechselrichter schon DC-Fehler abfangen und loggen.
Falls du also mal zwischen den Modulen und dem WR einen Optimizer hast, bekommst du da noch einen zusätzlichen Fehlerspeicher, der dir sagt, ob die Module selbst oder die Verdrahtung dazwischen problematisch sind. Hilft enorm beim Einordnen. Ansonsten – wie Markus T. sagt – Monitoring ist dein bester Freund hier. In meinem älteren Thread zur MPP-Tracker-Kalibrierung bin ich auch auf diese Fehler-Zuordnung eingegangen.
Gute Frage, Markus. Das ist tatsächlich eine häufige Verwirrung bei Einsteigern. Der Schlüssel liegt darin, wo der Fehler im Monitoring auftaucht und welche Werte sich daneben ändern.
Bei DC-seitigen Fehlern (Module, Strings, Gleichspannungskabel) siehst du typischerweise, dass die Eingangsspannung oder der Eingangsstrom des Wechselrichters auffällig wird – oder beides fällt weg. Isolationsfehler sind klassisch DC-seitig. Bei AC-seitigen Fehlern (Netzanbindung, Wechselrichter selbst) ist es meist die Ausgangsspannung oder Netzfrequenz, die Stress macht.
Der praktische Trick: Schau dir im Monitoring die Momentanleistung, Spannungen und den Strom auf beiden Seiten an. Wenn DC in Ordnung ist, aber AC-Spannung instabil wird, ist es AC-seitig. Umgekehrt ähnlich. Bei Feuchte im Herbst würde ich auf Isolationsfehler (DC-Seite) tippen – die mögen Feuchtigkeit gar nicht.