Hallo zusammen,
ich schaue mich gerade nach einer Open-Source-Lösung fürs PV-Monitoring um, weil ich ungern noch mehr von irgendwelchen Hersteller-Apps oder Cloud-Diensten abhängig sein will. Mich interessiert vor allem, was im Alltag wirklich brauchbar ist und nicht nur auf dem Papier gut aussieht.
Es geht mir dabei nicht um Spielerei mit hübschen Diagrammen, sondern um vernünftige Werte: Ertrag, Verbrauch, Einspeisung, möglichst auch Speicherwerte, wenn es später mal relevant wird. Ich frage mich aber, welche Software bei normalen Nutzern tatsächlich stabil läuft und wie viel Bastelaufwand dahinter steckt. Im Forum liest man ja oft sehr unterschiedliche Sachen, von „in 30 Minuten eingerichtet“ bis „zwei Wochen Freizeit weg“.
Gerade im September, wenn die Erträge langsam wieder sinken und die dunklere Zeit näherkommt, würde ich gern etwas aufsetzen, das auch im Herbst/Winter noch zuverlässig läuft und mir realistische Auswertungen liefert. Mich interessiert auch, ob sich solche Open-Source-Lösungen wirtschaftlich überhaupt lohnen oder ob man am Ende nur Zeit gegen ein paar schöne Kurven tauscht.
Welche Open-Source-Software nutzt ihr konkret fürs Monitoring? Was ist aus eurer Sicht solide, wartbar und seriös – und wo sollte man besser die Finger von lassen?
Ich sehe das etwas nüchterner: Open Source lohnt sich nur, wenn du wirklich Daten brauchst und nicht bloß ein schickes Dashboard. Für Einsteiger ist oft etwas wie ioBroker oder Home Assistant mit passender Integration praktikabler, weil man damit später auch Verbrauch und Speicher besser zusammenbringt. Ich hatte dazu vor kurzem auch im Thread Wer reinigt eure PV-Module professionell – und lohnt sich das? wieder gemerkt, wie schnell bei „lohnt sich“ gern zu optimistisch gerechnet wird.
Ich nutze seit einiger Zeit InfluxDB mit Grafana, dazu holt sich ein kleiner Dienst die WR-Daten per API. Läuft bei mir eher unspektakulär, aber genau das ist ja oft gut. Der Aufwand am Anfang ist schon da, vor allem wenn man keine Lust auf Gefrickel hat.