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Nennleistung im Herbst vs. Herstellerangaben: Systematische Abweichung?

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SpeicherKritik47
Beiträge: 4
Themenstarter
(@speicherkritik47)
Active Member
Beigetreten: Vor 5 Monaten
[#101]

Mich beschäftigt seit Monaten eine beobachtete Diskrepanz, die ich in den Handbüchern von drei verschiedenen Speichersystemen nicht erklärt finde. Alle drei Systeme zeigen ab September – also jetzt im Herbst – eine Leistungsabgabe, die konsistent etwa 12–18 % unter den tabellarischen Nennleistungs-Angaben liegt. Die Datenblätter beziehen sich offensichtlich auf 25°C Betriebstemperatur, aber selbst wenn ich das berücksichtige, passt es nicht zusammen.

Ich habe die Wechselrichter-Ausgangsleistung, die Batterietemperaturen und die tatsächlichen Lade-/Entladevorgänge protokolliert. Meine Hypothese: Die Handbücher rechnen mit optimalen Bedingungen, berücksichtigen aber nicht systematisch Alterungseffekte oder thermische Drosslung bei niedrigeren Umgebungstemperaturen. Kann das Herbst-Phänomen auch andere beobachtet haben?

Mich interessiert: Sind das bekannte Abweichungen der Hersteller oder fehlerhafte Messungen seitens der Herstellerangaben? Und vor allem – wie wertet ihr das bei eurer Wirtschaftlichkeitsrechnung ein?


1 Antwort
Marcus-Klein
Beiträge: 2
(@marcus-klein)
New Member
Beigetreten: Vor 5 Monaten

Das ist eine sehr fundierte Beobachtung. Bei meinen Anlagenplanungen achte ich mittlerweile bewusst darauf, dass die Herstellerangaben unter Laborbedingungen entstehen – 25°C ist halt nicht die Realität, gerade wenn wir jetzt in die kühlere Jahreszeit gehen. Die 12–18 %-Spanne, die du beschreibst, liegt da sehr im erwartbaren Bereich. Thermische Drosslung bei Batteriesystemen ist real, und viele Handbücher dokumentieren das nur sehr unvollständig oder in versteckten Fußnoten. Für Projektkalkulationen rechne ich mittlerweile mit 85–90 % der Nennleistung als realistischen Jahreswert. Hast du auch gemessen, wie die Lade- und Entladekurven bei deinen Systemen aussehen – oder orientierst du dich da rein an den Herstellerdaten?


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