Hallo zusammen,
ich bin nach längerer Pause wieder im Forum unterwegs und versuche gerade, mir einen aktuellen Überblick zu verschaffen. Früher habe ich mich eher auf die Grunddaten der Anlage verlassen, heute schaue ich mehr auf Wirtschaftlichkeit, Smart Meter und sinnvolles Energiemanagement. Jetzt überlege ich, ob ich meine PV-Anlage mit Home Assistant ein Stück weit selbst automatisieren soll, statt mich nur auf Hersteller-App und Standardregeln zu verlassen.
Konkret geht es bei mir um typische Herbstthemen: weniger Ertrag, mehr schwankende Wolken, abends früher Dunkelheit und die Frage, wie man Verbraucher dann überhaupt noch vernünftig schaltet. Ich denke an Dinge wie Warmwasser, Wallbox oder einzelne große Verbraucher, aber ohne dass das Ganze am Ende mehr Chaos als Nutzen bringt. Wichtig ist mir vor allem: Was bringt in der Praxis wirklich etwas und was ist eher Spielerei?
Mich würden vor allem eure Erfahrungen interessieren: Welche Datenquellen nutzt ihr sinnvoll mit Home Assistant, wie zuverlässig ist das bei euch im Alltag und wo liegen die Grenzen? Ich möchte ungern unnötig viel basteln, aber eine gewisse Eigensteuerung wäre für mich schon reizvoll, wenn sie wirtschaftlich und sauber umsetzbar ist. Auch Hinweise, welche Hardware oder welche Art von Smart Meter dafür überhaupt brauchbar ist, wären super.
Markus W., aus der Praxis würde ich im Herbst nur das automatisieren, was wirklich messbar etwas bringt. Home Assistant ist dafür ok, aber nur wenn die Daten halbwegs sauber sind. Ein guter Smart Meter am Netzanschlusspunkt ist m.E. Pflicht, sonst regelst du im Blindflug. Für Warmwasser oder Wallbox funktioniert das ganz brauchbar, wenn du mit einfachen Schwellen arbeitest: Überschuss da, Verbraucher frei, sonst aus. Zu komplizierte Logik mit Wetterprognosen, Batterieständen und zig Abhängigkeiten endet schnell in Gefrickel.
Wichtig ist auch die Reaktionszeit. Bei schnell ziehenden Wolken ist die schönste Automation oft zu spät. Daher lieber träge Verbraucher nehmen, die nicht jede Minute umschalten müssen. Bei Heizstab, Boiler oder PV-Überschussladen sehe ich den größten Nutzen. Alles andere eher als Komfort, nicht als echte Wirtschaftlichkeit.
Wenn du magst, schreib mal, welchen Wechselrichter und welchen Zähler du hast, dann kann man besser sagen, was sich sinnvoll einbinden lässt.