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Stromspeicher-Handbuch: Warum Lade-/Entladekurven im August nicht passen?

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Marcus-Volkmann
Beiträge: 0
Themenstarter
(@marcus-volkmann)
New Member
Beigetreten: Vor 2 Wochen
[#86]

Hallo zusammen,

ich evaluiere derzeit verschiedene Stromspeicher-Systeme für eine Mieterstrom-Lösung und bin auf ein wiederkehrendes Problem gestoßen: Die Lade- und Entladekurven im Handbuch stimmen im Sommer deutlich weniger mit der Realität überein als im Frühjahr.

Konkret: Mein Test-Speicher (LiFePO4, 10kWh) wird nach Handbuch mit max. 5kW geladen. Im August bei 35°C Umgebungstemperatur liegt die tatsächliche Ladeleistung aber oft nur bei 3,5–4kW, obwohl die Zellen nach Handbuch temperaturstabil sein sollen. Auch die Entladeeffizienz scheint niedriger.

Ich vermute, das liegt an Temperaturmanagement und internen Regelungen, die im Handbuch nicht detailliert beschrieben werden. Hat jemand von euch ähnliche Messungen gemacht? Gibt es standardisierte Testbedingungen (z.B. 25°C), unter denen Handbücher typischerweise erstellt werden?

Mich interessiert: Wie bewertet ihr Handbuch-Angaben beim Speicher-Vergleich – nehmt ihr automatisch einen Sommer-Puffer ein, oder vertraut ihr auf die Nominalwerte?

Danke für eure Erfahrungen!


1 Antwort
T.Hoffmann
Beiträge: 2
(@t-hoffmann)
New Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Hallo Marcus V.,

das ist ne gute Beobachtung. Bei meinen Installationen sehe ich das regelmäßig – die Hersteller geben ihre Werte tatsächlich unter Standardbedingungen an, meistens bei 25°C. Im August passiert dann folgendes: Das interne Thermomanagement fährt die Ladeleistung runter, um die Zellen zu schonen. Das ist eigentlich sinnvoll, wird aber im Datenblatt oft nur als Fußnote erwähnt.

Meine Erfahrung ist, dass LiFePO4-Speicher deutlich besser mit Hitze umgehen als ältere Lithium-Systeme, aber eben nicht ohne Verluste. Bei meinen Planungen rechne ich für den Sommer mittlerweile mit etwa 20-25% Leistungsverlust ein. Die meisten seriösen Hersteller haben das Problem erkannt – schau mal in die erweiterten Spezifikationen, da findest du manchmal Temperaturkurven.

Für deine Mieterstrom-Lösung würd ich raten: Frag die Hersteller direkt nach den Kennlinien bei 35°C, nicht nur die Nennwerte. Das spart dir hinterher Ärger mit dem Betreiber.

Viele Grüße
T.Hoffmann


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