Hallo zusammen, ich bin neu hier und plane gerade meine erste eigene PV-Anlage. Bei meinen Recherchen bin ich ständig auf die Frage gestoßen, ob ich Optimizer oder Mikrowechselrichter nehmen soll – und ehrlich gesagt weiß ich nicht, welche Lösung für mich besser passt.
Meine Situation: Dachfläche ist nicht ideal ausgerichtet, teilweise Verschattung durch einen Baum (besonders nachmittags im Sommer), und ich plane auch einen Stromspeicher. Mir geht es weniger um maximale Leistung als vielmehr darum, dass die Anlage wirtschaftlich sinnvoll ist und nicht zu überteuert.
Was ich bisher gelesen habe, wirkt teilweise widersprüchlich. Die einen sagen, Optimizer sind günstiger und einfacher, andere schwören auf Mikrowechselrichter wegen der besseren Effizienzwerte. Dazu kommt: Wie spielt das alles mit einem Speicher zusammen? Gibt es da Unterschiede bei der Speicherintegration?
Ich würde mich über konkrete Erfahrungen freuen – insbesondere wie sich die Lösung wirtschaftlich auswirkt und ob ich später noch einfach einen Speicher nachrüsten kann.
Kurz gesagt: Bei Teilverschattung und später Speicher -> Optimizer. Günstiger, genug Performance für deine Situation. Punkt.
Da muss ich Werner etwas widersprechen, sorry. Ich fahre seit 2018 mit 12 kWp und habe genau diese Überlegung damals auch gehabt. Bei mir war das Ergebnis völlig anders: Mikrowechselrichter haben sich für mich rentiert, weil die Effizienz in meinem Fall besser war – insbesondere in den Morgen- und Abendstunden, wo du mit einzelnen Modulen kleinere Leistungen hast.
Der entscheidende Punkt ist aber deine Speicherintegration: Wenn du einen Speicher plan, dann brauchst du sowieso einen intelligenten Hybrid-WR mit KNX oder ähnlichem für eine echte Energieverwaltung. Das kostet extra. Da wird der Unterschied zwischen Optimizer und Mikro prozentual kleiner.
Mein Rat: Lass dich eine Simulation für BEIDE Varianten rechnen – mit realistischen Verschattungswerten. Das ist die einzige Basis für eine echte Wirtschaftlichkeitsrechnung. In deinem Fall könnte auch eine Mischung sinnvoll sein.
Gute Frage, Felix! Das Thema habe ich mir letztes Jahr auch intensiv angesehen. Meine Erfahrung: Für deine Situation mit Teilverschattung würde ich eher zu Optimizern raten. Der Grund ist simpel – die kosten deutlich weniger in der Anschaffung und geben dir modulseitig trotzdem eine gute Nachverfolgung der einzelnen Strings.
Bei Mikrowechselrichtern zahlst du pro Modul einen separaten WR, das wird schnell teuer. Dafür hast du dann aber auch vollständige Entkopplung zwischen den Modulen. Für deine Baumverschattung reichen aber gut dimensionierte Optimizer völlig aus.
Zur Speicherintegration: Das ist eher eine Frage des Hauptwechselrichters (AC-Seite) als der Optimizer. Egal ob Optimizer oder Mikro – mit einem guten Hybrid-WR lässt sich ein Speicher später nachrüsten. Ich würde aber schon jetzt darauf achten, dass der WR speicherready ist.
Wenn du noch Fragen zu den konkreten Kosten hast, gerne.