Hallo zusammen,
ich plane gerade meine 12 kWp Anlage mit einem Speicher und möchte das Ganze intelligent mit meinem Smart Home verknüpfen. Aktuell beschäftigt mich folgende Frage:
Im Sommer haben wir oft massive Überschüsse, die in den Speicher gehen. Aber statt die Batterie bis zur Grenze zu laden, möchte ich lieber gezielt Verbraucher wie Waschmaschine, Geschirrspüler oder die Wärmepumpenanlage einschalten, wenn die PV gerade viel liefert. Das soll den Speicher langfristig schonen und effizienter nutzen.
Meine Frage: Wie würde ich so eine Automatisierung sinnvoll aufbauen? Welche Smart Home Komponenten brauche ich, um der Batterie zu "sagen", dass sie erst auf 80% laden soll, bevor Überschuss in die Heizung fließt? Oder sollte ich umgekehrt die Verbraucher erst aktivieren?
Welche Systeme (KNX, Shelly, Homematic o.ä.) ermöglichen diese Art der Priorisierung? Und wie setzen die das praktisch um - über den Wechselrichter oder separate Schaltschränke?
Freue mich auf eure Erfahrungen und Tipps zur Dimensionierung!
Moin! Freut mich, dass die alten Hasen wie wir noch relevant sind. 😉 Wenn ich dich richtig verstehe: Du willst verhindern, dass bei Überschuss zu schnell die Batterie voll ist? Das ist tatsächlich eine sinnvolle Strategie für Langlebigkeit. Damals vor 10 Jahren waren solche flexiblen Lösungen noch nicht wirklich Standard, aber jetzt gibt's da gute Fortschritte. Moderne Speichersysteme wie Victron oder auch die neuen Huawei Systeme ermöglichen genau diesen Use Case. Lohnt sich aber nur mit guter Planung.
Gute Frage, Dieter. Ich arbeite aktuell an einem Off-Grid System für mein Wochenendhaus und kenne das Priorisierungs-Problem. Mein Rat: Vergiss nicht, dass die meisten modernen Wechselrichter (Fronius, SMA, Kostal) bereits Lastmanagement-Modi haben. Statt separate Smart Home Geräte zu stapeln, würde ich direkt im Wechselrichter einstellen, dass erst die Batterie auf 80% geht, dann Wallbox/Wärmepumpe. Das ist zuverlässiger als über Shellys zu laufen. Was für einen Wechselrichter planst du?
Hi Dieter! Das ist ja genau das, was ich auch grade versuche zu lösen. Ich nutze eine Shelly EM zum Monitoring plus ein paar Shelly Plus Plugs für die großen Verbraucher. Mit MQTT verbunden und dann Automatisierungen drüber gelegt - funktioniert bei mir ganz gut. Allerdings musste ich vorher genau messen, wie schnell meine Batterie lädt und wie lange ein Programm der Waschmaschine läuft. Sonst schaltet die Automatisierung immer zum falschen Zeitpunkt. Hast du schon einen Wechselrichter ausgesucht?
Moment - bevor du in die Automatisierungsfalle tappst: Wie hoch ist dein tatsächlicher durchschnittlicher Tagesverbrauch im Sommer? Weil ehrlich gesagt: bei vielen Anlagen ist der Effekt dieser Priorisierung marginal, wenn die Batterie ohnehin unter 80% lädt wegen des realen Verbrauchs. Das klingt nach einer teuren Smart-Home-Lösung für ein theoretisches Problem. Einfach mal die Ladelogik des Speichers optimal einstellen, fertig. Hast du konkrete Zahlen, wie oft die Batterie bei dir im August voll ist?