Hallo zusammen,
ich bin neu in diesem Forum und auch relativ unerfahren in Sachen Photovoltaik. Ich lebe in einer Mietwohnung und beschäftige mich gerade mit dem Gedanken, eine Mini-Solaranlage anzuschaffen – aber das ist eher Zukunftsmusik.
Jetzt zum eigentlichen Problem: Ich habe die Möglichkeit bekommen, an meinem Stellplatz in der Tiefgarage eine smarte Wallbox zu installieren (mit Zustimmung der Hausverwaltung). Die soll allerdings intelligent ins Heimnetz integriert werden, damit ich damit irgendwann automatisch laden kann, wenn Überschuss vorhanden ist. Zumindest theoretisch.
Mein Problem: Ich habe keine Ahnung, wie ich die Wallbox ins Netz bekomme und welche Systeme dafür überhaupt kompatibel sind. Reicht ein einfaches WLAN, oder braucht es spezielle Hardware? Und wenn ich irgendwann tatsächlich eine Mini-PV-Anlage auf meinem Balkon habe – kann ich die dann mit der Wallbox kommunizieren lassen?
Ich würde gerne vorher mit einem seriösen Dienstleister sprechen, aber möchte nicht völlig unwissend hingehen. Welche Fragen sollte ich stellen? Hat jemand Erfahrung damit?
Hallo Tom, gute Frage! Also die technische Seite ist eigentlich relativ straightforward. Die meisten modernen Wallboxen kommunizieren über WLAN oder Ethernet – wichtig ist, dass du eine mit OCPP-Standard nimmst (das ist der offene Standard für EV-Charging). Dann kannst du sie via API in dein Smart Home einbinden, egal ob du später auf Home Assistant, OpenHAB oder ähnliches setzt. Mein Tipp: such dir einen Installateur, der nicht nur die Box montiert, sondern auch ein Energiemanagement-Konzept mitdenkt. Dann kannst du später ohne großen Aufwand die Mini-PV daran anschließen. Welche Wallbox-Modelle kommen denn bei euch in Frage?
Ich bin gerade selbst wieder in der Planung und hab mich mit ähnlichem beschäftigt. Zunächst: die Wallbox brauchst du gar nicht zwingend smart, wenn dein Energiemanagementsystem intelligent genug ist – das kann auch vom Wechselrichter aus gesteuert werden. Bei deiner Situation in der Tiefgarage würde ich aber tatsächlich zur smarten Variante raten, damit du flexibel bist. Das WLAN reicht erstmal, Ethernet wär natürlich stabiler. Der wichtigste Punkt: frag den Dienstleister nach den Schnittstellen und ob die Wallbox den aktuellen Home Assistant oder ähnliche Plattformen unterstützt. Sonst sitzt du bei der Mini-PV-Integration später fest.
Bei mir läuft die Wallbox über Modbus mit dem SMA-Wechselrichter zusammen und das funktioniert eigentlich gut. Das spart mir im Monat ne Menge, weil ich gezielt bei PV-Überschuss lade. Für deine Situation: Frag beim Dienstleister unbedingt nach der Kommunikationsart (Modbus, OCPP, proprietär) und ob das System später erweiterbar ist. Wenn die Mini-PV später kommt, willst du ja nicht nochmal alles umbauen müssen.
Also ehrlich gesagt bin ich da skeptisch, ob sich die smarte Wallbox für ne Mini-PV auf dem Balkon wirtschaftlich lohnt. Die Überschüsse sind ja extrem gering und volatil – da ist die Automatisierung technisch interessant, aber der finanzielle Mehrwert beim Laden? Eher marginal. Würde eher auf eine günstige Wallbox setzen und die manuelle Steuerung probieren, bis wirklich eine größere Anlage kommt.