Hallo zusammen,
ich beschäftige mich gerade mit der Frage, ob es wirtschaftlich überhaupt Sinn macht, Smart Home Komponenten für die Steuerung von PV-Überschüssen einzubauen – oder ob das nur ein teures Addon ist, das sich nie rechnet.
Mein Gedanke: Ich habe eine 8er PV-Anlage mit Speicher am Laufen (Südwest-Ausrichtung, morgens noch etwas Verschattung, aber ab 10 Uhr frei). Im Sommer wie jetzt lädt sich der Speicher schnell voll. Statt dass ich dann fest programmierte Lasten (Waschmaschine, Geschirrspüler) manuell anschalte, könnte ich das per Smart Home Automation machen.
Aber: Ist das tatsächlich rentabel? Die ganzen Sensoren, Gateways und Smart Home Komponenten kosten ja auch was, und dann kommen Stromkosten für die Verwaltung dazu. Ich bin skeptisch gegenüber Cloud-Lösungen (Datenschutz hin oder her), deshalb interessiert mich vor allem: Welche lokalen Systeme funktionieren wirklich zuverlässig und ohne Internetabhängigkeit?
Wer hat da praktische Erfahrungen? Lohnt sich der Aufwand wirklich, oder verschiebe ich das lieber auf später?
Marcus, gute Frage – und ich sehe das ähnlich kritisch wie du bei anderen Themen.
Zu deiner Situation konkret: Bei einer 8er-Anlage mit Speicher im Sommer lohnt sich Smart Home Automation nur bedingt, wenn die Lasten ohnehin schon über die Batterie gepuffert werden. Der echte ROI liegt eher im Winter, wenn du die wenigen Überschüsse wirklich optimal nutzen musst.
Zu deiner Hauptfrage – lokale Systeme: Ich arbeite seit kurzem als PV-Berater wieder aktiv und hatte mich früher schon mit Datenschutz bei Smart Home beschäftigt. Home Assistant auf Raspberry Pi oder NUC ist hier die Standardempfehlung – funktioniert komplett lokal, kostet wenig und ist open source.
Mein Tipp: Fang klein an. Ein einfacher Bewegungsmelder + Relais für die Wallbox bringt mehr als 20 smarte Glühbirnen. Dann rechnet sich auch der Aufwand.