Hallo zusammen,
plane gerade den Bau eines DIY Speichers aus LiFePO4 Zellen für meine 12kWp Anlage. Bin schon länger am recherchieren und hab mir 32 Zellen à 280Ah bestellt. Jetzt steh ich vor der Frage: wie verbinde ich die Zellen am besten miteinander?
Hab im Netz verschiedene Ansätze gesehen:
- Manche löten Kupferstreifen direkt an die Pole
- Andere verwenden verschraubte Verbinder
- Wieder andere nehmen flexible Kupferlitze
Bin gelernter Elektriker und kann löten, aber bei den Strömen (bis 200A) bin ich unsicher. Löten würde den geringsten Widerstand haben, aber wenn später mal eine Zelle getauscht werden muss? Verschraubte Verbindungen sind wartungsfreundlicher, haben aber mehr Übergangswiderstände.
Bei der aktuellen Hitze arbeite ich sowieso nur abends in der Garage, da hab ich Zeit für saubere Arbeit. Welche Erfahrungen habt ihr gemacht? Was ist langfristig zuverlässiger?
Danke für eure Tipps!
SolarNeustart47
Also ich hab damals auch gelötet und bereue es nicht. Mein Speicher läuft seit 4 Jahren problemlos. Man muss nur ordentlich arbeiten - große Lötkolben (mindestens 150W), kurze Lötzeiten und gute Flux verwenden.
Das Märchen von den "wartungsfreundlichen" Schraubverbindungen kann ich nicht bestätigen. Die korrodieren über die Jahre, lockern sich und müssen eh regelmäßig gewartet werden. Einmal richtig gelötet hält ewig.
Aber Respekt vor den Strömen ist berechtigt - bei schlechter Lötung wird's gefährlich heiß.
Bei 280Ah Zellen und den Strömen würde ich die Finger vom Löten lassen. Bin zwar auch vom Fach (Industrieelektriker), aber da sind verschraubte Verbindungen einfach sicherer und normenkonform.
Verwende Kupferschienen mit verzinnten Enden, M8 oder M10 Schrauben je nach Strom. Bei den aktuellen Temperaturen dehnt sich Kupfer ordentlich aus - gelötete Verbindungen können da Risse bekommen.
Ach ja, und denk an die Versicherung. DIY ist eine Sache, aber es muss normkonform sein wenn's brennt.