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DIY Stromspeicher aus einzelnen LiFePO4 Zellen - Erfahrungen mit Balancer?

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SolarTech38
Beiträge: 5
Themenstarter
(@solartech38)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen
[#92]

Hallo zusammen,

ich plane für diesen Sommer ein größeres Projekt und möchte mir einen Stromspeicher aus einzelnen LiFePO4 Zellen selbst zusammenbauen. Fertigspeicher sind mir einfach zu teuer und ich hab schon viel über 3,2V 280Ah Zellen von verschiedenen chinesischen Herstellern gelesen.

Mein Plan wäre 16 Zellen in 16S1P Konfiguration für 51,2V nominal mit ca. 14kWh Kapazität. Die Zellen kosten bei verschiedenen Anbietern zwischen 45-80€ pro Stück, also deutlich günstiger als kommerzielle Speicher.

Was mich aber noch unsicher macht: wie wichtig ist ein aktiver Balancer? Ich lese überall unterschiedliche Meinungen. Manche sagen, ein passiver reicht völlig, andere schwören auf aktive Balancer für bessere Lebensdauer. Bei 16 Zellen in Serie ist das ja schon eine kritische Anzahl.

Hat jemand von euch schon mal so ein Projekt umgesetzt? Welche Erfahrungen habt ihr mit verschiedenen BMS Systemen gemacht? Ich tendiere gerade zu einem JK BMS mit CAN-Bus Anbindung, aber bin noch nicht ganz sicher.

Besonders interessiert mich auch: wie habt ihr die Verkabelung gelöst und welche Sicherungen verwendet? Bei den Strömen ist das ja nicht ohne...

Vielen Dank für eure Hilfe!


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2 Antworten
Stefan92
Beiträge: 3
(@stefan92)
New Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen

Hmm, ich seh das etwas kritisch. Klar, DIY ist billiger, aber bei 14kWh und den Strömen ist das schon ne andere Liga als Kleinelektronik basteln.

Bei passiven Balancern dauert das Balancing ewig und die Energie wird nur verheizt. Aktive Balancer sind besser, aber auch komplexer. Das JK BMS ist okay, aber schau dass du eins mit ordentlicher Dokumentation kriegst.

Vor allem: Brandschutz nicht vergessen! LiFePO4 ist zwar sicherer als andere Lithium-Chemien, aber bei den Energiemengen... ich würd das definitiv in einem separaten Brandschutzschrank aufbauen.

Und Versicherung vorher klären - manche Hausratversicherungen mögen DIY Energiespeicher gar nicht.


Antwort
Tim-Mueller11
Beiträge: 2
(@tim-mueller11)
New Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Moin SolarTech38!

Ich hab vor 2 Jahren genau so ein Projekt gemacht und bin sehr zufrieden. Bei den 280Ah Zellen würde ich auf jeden Fall einen aktiven Balancer nehmen - bei der Kapazität lohnt sich das definitiv. Ich hab das JK BMS mit aktivem Balancer und bin sehr happy damit.

Wichtig ist: Kauf die Zellen von einem seriösen Händler und lass sie vorher matchen. Meine waren innerhalb von 3mV beim ersten Test, das macht viel aus. Bei der Verkabelung nehm ich 35mm² Kupferleitungen und Littelfuse Mega-Sicherungen.

Wie hier schon mal geschrieben, schwankt der Verbrauch ja stark - da ist ein großer DIY-Speicher goldwert für den Eigenverbrauch.

Ein Tipp noch: bau dir gleich eine ordentliche Temperaturüberwachung mit rein, gerade im Sommer bei hohen Umgebungstemperaturen.


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