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Notstrom aus dem Speicher – welche Systeme schalten wirklich zuverlässig um?

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ThomasK4261
Beiträge: 4
Themenstarter
(@thomask4261)
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Beigetreten: Vor 3 Monaten
[#119]

Hallo zusammen,

ich plane gerade meine PV-Anlage mit Speicher und stehe vor einer Frage, die mich schon länger beschäftigt: Notstromfähigkeit. Nicht Off-Grid im klassischen Sinne, sondern einfach dass bei einem Stromausfall zumindest ein Teil des Hauses weiterläuft.

Mein Hintergrund: Wir haben zwei Kinder, ein Homeoffice-Zimmer und seit letztem Jahr auch eine Wärmepumpe. Gerade mit dem heißen Sommer und der Klimatisierung merkt man wie abhängig man von der Versorgung ist. Im Urlaub war ich neulich kurz weg und hatte einen kurzen Ausfall – die Frau war zu Hause und musste erst alles manuell überbrücken. Das will ich eigentlich vermeiden.

Jetzt hab ich gelesen dass es da große Unterschiede gibt: Manche Systeme können nur einen begrenzten Bereich versorgen (Ersatzstrom über Unterverteiler), andere sollen das ganze Haus übernehmen können. Und dann gibt es noch den Unterschied ob das wirklich ohne Unterbrechung passiert (USV-ähnlich) oder ob da kurz die Sicherungen rausspringen.

Mich würde interessieren:
- Welche Systeme habt ihr selbst in Betrieb? Macht Victron, SMA oder z.B. E3DC das tatsächlich was die versprechen?
- Wie lange dauert die Umschaltzeit wirklich – reicht das für empfindliche Geräte?
- Gibt es Fallstricke bei der Installation, die man kennen sollte?

Bin dankbar für alle Erfahrungen, gerne auch negative. Danke!


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3 Antworten
MarkusKraus
Beiträge: 9
(@markuskraus)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Da kann ich etwas konkreter helfen. Hab mich beim Thema Förderung und Systemauswahl 2026 intensiv eingelesen und dabei auch Notstromfähigkeit als Kriterium bewertet.

Kurz zusammengefasst was ich rausgefunden habe:

E3DC macht das Hauskraftwerk mit integrierter Notstromfunktion – die Umschaltung soll laut Hersteller unter 20ms liegen, was für die meisten Haushaltsgeräte ausreicht. Computer und empfindliche Elektronik kann bei manchen Geräten trotzdem zicken. Das System versorgt aber standardmäßig das ganze Haus, kein separater Unterverteiler nötig.

Victron mit MultiPlus-II ist technisch sehr flexibel, aber die Konfiguration ist nichts für Laien. Wenn euer Installateur das kennt, top – ansonsten wird das schnell ein Gefrickel. Umschaltzeit ähnlich gut.

SMA mit Sunny Boy Smart Energy hat meines Wissens nur Ersatzstrom über einen separaten Ausgang, kein nahtloses Umschalten für das gesamte Hausnetz.

Für euren Fall mit Wärmepumpe würde ich unbedingt vorher prüfen ob die WP im Inselbetrieb anläuft – Anlaufströme sind da oft ein Problem und der Wechselrichter muss das abkönnen. Das wird von vielen unterschätzt.


Antwort
SolarRookie2024
Beiträge: 6
(@solarrookie2024)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Ich hab mich mit dem Thema auch schon beschäftigt, bin aber ehrlich gesagt noch kein Experte darin. Was ich bisher rausgefunden hab: Die Umschaltzeit ist der entscheidende Punkt. USV-ähnlich (also quasi null Millisekunden Unterbrechung) schaffen nur wenige Systeme wirklich – Victron wird da oft genannt, SMA Sunny Island soll das auch können wenn richtig konfiguriert.

Ich hab damals bei meiner Recherche übrigens auch gemerkt dass man im Urlaub gar nicht so viel verpassen kann mit nem guten System, hatte dazu sogar mal was im Forum gepostet: Urlaubsvertretung für PV-Anlage - muss sich jemand drum kümmern?

Beim Notstrom ist aber wirklich der Elektriker entscheidend – ohne korrekte Umschalteinrichtung ist das nämlich schlicht nicht zulässig. Kann dir leider keinen konkreten Systemvergleich geben, bin selbst noch in der Planungsphase.


Antwort
H.Weber29
Beiträge: 6
(@h-weber29)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Wie Markus oben schreibt – die Wärmepumpe ist wirklich der Knackpunkt. Ich hab das selbst durch, bei mir lief die WP im Notstromfall einfach nicht an weil der Wechselrichter den Anlaufstrom nicht geschafft hat. Musste das System dann nochmal anpassen lassen. Also vor dem Kauf unbedingt die Anlaufstromwerte eurer WP raussuchen und mit dem Installatuer besprechen – nicht erst hinterher.


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