Moin zusammen,
ice bin gerade dabei, mehrere Angebote für eine 10 kWp-Anlage zu vergleichen und stelle fest, dass die Installateure beim Thema Inbetriebnahme sehr unterschiedliche Aussagen machen. Der eine sagt, er macht einen Standard-Checkup, der andere verspricht ein 50-Seiten-Protokoll.
Mich interessiert: Was gehört eigentlich zu einer *professionellen* Inbetriebnahme? Nicht die Marketing-Version, sondern was ist wirklich notwendig und prüfenswert?
Konkret:
- Welche Messungen sind Pflicht (DC-Seite, AC-Seite, Erdung)?
- Wie wird das dokumentiert und wer kriegt die Unterlagen?
- Wie lange dauert das realistisch bei einer 10 kWp-Anlage mit Speicher?
- Gibt es Normen oder Richtlinien, auf die ich den Installateur hinweisen sollte?
Bisher habe ich eher zu Mini-Solaranlagen recherchiert, aber jetzt wird's größer und ich will nicht auf irgendwelche Versprechungen reinfallen. Welche Erfahrungen habt ihr gemacht?
Hallo Thomas,
bei meiner 12 kWp-Anlage vor drei Jahren war das eine Kombination aus Messungen und Sichtprüfung. Der Installateur hat DC-Spannungen gemessen, AC-Seite durchgecheckt, Erdungswiderstände geprüft und dann alles im Inbetriebnahmeprotokoll dokumentiert. Das war auch Basis für die Versicherung.
Dauerte bei mir insgesamt knapp 3-4 Stunden mit Speicher dabei. Wichtig: Bestandteil war auch eine kurze Einweisung am Monitoring und das Prüfen der Sicherheitsvorrichtungen. Es gibt da eine DIN VDE 0100-712, die sind ziemlich streng mit den Anforderungen.
Der Clou ist, dass du dieses Protokoll brauchst, um später Gewährleistungsansprüche geltend zu machen. Also nicht einfach abhaken, sondern genau hinschauen, was da dokumentiert wird. Besonders beim Wechselrichter lohnt sich eine genaue Prüfung – da können Konfigurationsfehler nachher schwer zu diagnostizieren sein.
Welche Hersteller sind denn in deinen Angeboten vorgesehen?