Hallo zusammen, ich bin gerade dabei, meine erste PV-Anlage zu planen und stoße überall auf unterschiedliche Angaben zur Degradation. Die einen sagen 0,5% pro Jahr, andere 0,8%, manche sprechen von initial stärkerem Rückgang. Mich interessiert: Wie macht ihr das praktisch bei eurer Wirtschaftlichkeitsberechnung? Rechnet ihr pauschal mit einem Mittelwert oder differenziert ihr zwischen Jahr 1-5 und später? Und vor allem: Welche Erfahrungen habt ihr mit echten Messwerten aus bestehenden Anlagen gemacht? Ich will das nicht zu optimistisch angehen, da ich mir einen Speicher anschaffen möchte und die Gesamtrechnung auch nach 20-25 Jahren noch aufgehen soll. Sind die Herstellerangaben realistisch oder eher Marketing? Wie verlässlich sind solche Prognosen eigentlich für die Kreditvergabe durch die Bank? Danke schon mal für eure Einschätzungen!
Also bei meinen Messungen über die letzten 3 Jahre zeigt sich, dass die Module ziemlich stabil laufen. Ich beobachte das relativ genau wegen meiner Verschattungsproblematik durch die Nachbarbäume – da tracke ich eh jeden Ertrag. Meine Erfahrung: Initial im ersten Jahr etwa 2-3% Rückgang (normal), danach stabilisiert sich das auf unter 0,5% jährlich. Bei der Finanzierung würde ich mit 0,6% durchschnittlich pro Jahr rechnen – das ist konservativ genug und die Banken akzeptieren das. Die Herstellerdatenblätter sind meist realistisch, aber eben optimale Laborbedingungen. Dachtemperatur spielts auch ne Rolle.
Guter Punkt. Ich habmich das für mein automatisches Monitoring überlegt – wenn du Smart-Home-Systeme aufsetzt, kannst du die Performance ohnehin live tracken und siehst Degradation sofort. Für die Rentabilität würde ich nicht linear rechnen sondern eher: Jahr 1 bis 3 mit 1% abschlag, dann 0,5% pro Jahr. Das bringt Sicherheit. Bei Speichern würde ich allerdings vorsichtiger sein – die verlieren mehr als Module, da solltest du differenzieren.