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Anlagenversicherung: Versteckter Kostenfaktor oder sinnvoll?

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T.Hofmann
Beiträge: 4
Themenstarter
(@t-hofmann)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten
[#26]

Hallo zusammen,

ich bin gerade dabei, meine 12 kWp Anlage mit einem neuen Lithium-Speicher zu erweitern und rechne gerade nochmal alle Kosten durch. Dabei bin ich auf die Frage gestoßen, ob ich eine spezielle Anlagenversicherung abschließen sollte.

Meine Hausratversicherung deckt PV-Anlagen nur sehr begrenzt ab, habe ich gelesen. Jetzt finde ich aber überall unterschiedliche Angebote: von 150 bis über 400 Euro pro Jahr für meine Konstellation. Das addiert sich über 20 Jahre ordentlich.

Meine Frage: Habt ihr so eine Versicherung? Lohnt sich das wirtschaftlich wirklich, oder zahlt man da einfach nur Geld für ein beruhigendes Gefühl? Ich bin in einer eher günstigen Gegend (wenig Hagelschäden), meine Module sind noch relativ neu und laufen stabil.

Was würde euch in meiner Situation überzeugen - die Versicherung zu nehmen oder das Geld lieber in Optimierungen zu stecken?

Danke schonmal für eure Erfahrungen!


1 Antwort
Hermann K.
Beiträge: 6
(@eegexperte68)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Lieber T.Hofmann,

das ist tatsächlich eine wichtige Frage, die oft unterschätzt wird. Nach meiner Erfahrung mit den regulatorischen Rahmenbedingungen muss man hier differenzieren:

Erstens: Die Haftungsrisiken. Wenn beispielsweise durch einen Wechselrichterdefekt oder einen Modulbrand ein Nachbarhaus beschädigt wird, kann das erhebliche Kosten nach sich ziehen. Ihre Privathaftpflicht deckt solche gewerblichen Risiken ab dem ersten Tag nicht ab – auch wenn Sie "nur" Eigenverbrauch haben.

Zweitens: Bei Ihrem Speicher kommt hinzu, dass Lithium-Systeme noch immer ein kalkulierbares Brandrisiko tragen. Das wissen auch die Versicherungen, daher die gestiegenen Prämien für Speicheranlagen.

Mein Rat: Vergleichen Sie nicht nur nach Preis, sondern nach Leistungsumfang. Eine gute Anlagenversicherung sollte Haftung, Sachschäden UND Ertragsausfallversicherung kombinieren. Bei monatlich 15-20 Euro für Ihre Anlage mit Speicher – und in einer hagelgünstigen Region – wäre das aus Risikomanagement-Sicht vertretbar. Die Alternative wäre, das Risiko komplett selbst zu tragen.

Vielleicht hilft auch: Rechnen Sie mal durch, wie lange es dauert, bis die Ertragsverluste eines zerstörten Moduls die Versicherungsprämien aufwiegen. Da werden Sie schnell sehen, dass 2-3 beschädigte Module die Kosten mehrerer Jahre Versicherung ausgleichen.


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