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Degradation bei PV-Modulen: Wie stark sinkt der Ertrag wirklich übers Leben?

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Tim-Mueller11
Beiträge: 4
Themenstarter
(@tim-mueller11)
New Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten
[#21]

Hey zusammen, ich bin gerade in der Planungsphase für meine erste Anlage auf unserem Reihenhaus und beschäftige mich intensiv mit den Langzeitkosten. Überall lese ich von 0,5-0,8% jährlicher Degradation der Module, aber ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie realistisch diese Zahlen sind und wie ich das in meine Wirtschaftlichkeitsberechnung einbeziehen sollte.

Meine Frage: Wenn ich mit einer 8-10 kWp-Anlage rechne, wie wirkt sich die Degradation über 20-25 Jahre konkret auf meinen Ertrag und damit auf die Amortisation aus? Lohnt sich da vielleicht sogar eine Tausch-Versicherung? Und sollte ich bei der Planung eher konservativ mit 0,8% rechnen oder ist das übertrieben?

Ich möchte die Anlage später auch smart mit meinem Haus vernetzen und den Eigenverbrauch optimieren – aber wenn die Module über die Zeit deutlich an Leistung verlieren, muss ich das ja bei der ganzen Planung berücksichtigen. Habt ihr da praktische Erfahrungen, wie stark der Ertrag wirklich abnimmt?


2 Antworten
R.Hoffmann86
Beiträge: 0
(@r-hoffmann86)
New Member
Beigetreten: Vor 2 Wochen

Tim, pass auf – die ganzen Degradationsprognosen sind oft geschönt. In der Realität sieht es so aus: Die Module halten zwar 25-30 Jahre, aber nach 20 Jahren hast du teilweise 15-20% Leistungsverlust. Das heißt für deine Wirtschaftlichkeitsrechnung konkret: Wenn du heute mit 25-Jahr-Amortisation rechnest, kann das am Ende 28-30 Jahre sein.

Die Versicherungen sind Unsinn, das stimmt mit Martin überein. ABER: Rechne realistisch. 0,8% pro Jahr ist nicht konservativ – das ist die Industrie-Standardannahme. Real degradieren gute Module eher mit 0,6-0,7%, aber billige Panel können auch 1%+ sein. Wichtig: Qualität der Module vorher checken, nicht beim Preis sparen. Das zahlt sich über 20 Jahre aus.


Antwort
TechMartin_76
Beiträge: 5
(@techmartin_76)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Gute Frage, Tim! Bei meiner 12kWp-Anlage hatte ich nach 8 Jahren messbar weniger Ertrag – es war aber deutlich weniger dramatisch als die schlimmsten Szenarien suggerieren. Die 0,5-0,8% sind realistisch, aber wichtig: Das ist nicht linear. Der Großteil der Degradation findet im ersten Jahr statt (1-3%), dann stabilisiert es sich.

Bei deiner Planung würde ich konservativ mit 0,7% pro Jahr rechnen und die Amortisation ohne Versicherung kalkulieren. Die Versicherungen sind meist teuer und rechnen sich selten. Was ich empfehle: Nutze bei deinen Smart-Home-Plänen gezielt intelligente Lasten – das kompensiert kleine Ertragsausfälle durch besseren Eigenverbrauch viel effektiver als man denkt. Habe da auch in dem Thread zu Dienstleistern Angebote vergleichen drüber geschrieben.


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