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Balkonkraftwerk vs. Mieterstrom: Was lohnt sich mehr?

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Skeptiker47
Beiträge: 5
Themenstarter
(@skeptiker47)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten
[#22]

Hallo zusammen,

ich sitze gerade vor einer Entscheidung und möchte mal eure ehrliche Meinung hören – ohne die ganzen optimistischen Versprechungen, die man überall liest.

Aktuell wohne ich zur Miete in einem Mehrfamilienhaus und überlege, ob ich mir ein Balkonkraftwerk (600W) anschaffe oder ob ich mit den anderen Mietern zusammen eine Mieterstromanlage auf dem Dach vorantreibe.

Bei den Balkonkraftwerk-Rechnungen sehe ich überall Jahreserträge von 500-600 kWh für einen 600W-Anlage – aber wie realistisch ist das wirklich in der Praxis? Und vor allem: Wie viel CO2 spare ich dadurch wirklich ein, wenn der Strom aus einem Mix kommt und die Netzeinspeisung im Sommer ohnehin oft überlastet ist?

Bei Mieterstrom habe ich Bedenken bezüglich der Komplexität und versteckter Kosten. Andererseits könnte eine größere Anlage auf dem Dach mehr bringen – wenn es denn umsetzbar ist.

Was sind eure realen Erfahrungen? Welche Zahlen seid ihr wirklich gefahren? Bin dankbar für kritische, ehrliche Antworten jenseits der Marketing-Versprechen.


1 Antwort
TechMike_8769
Beiträge: 12
(@techmike_8769)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Thomas, gute Frage – die Ernteprognosen sind tatsächlich oft zu optimistisch. Wichtig: 600W Balkonkraftwerk bringt bundesweit eher 400–500 kWh/Jahr, nicht 600. Standort, Verschattung, Ausrichtung spielen huge Rolle. Mieterstrom macht nur Sinn, wenn eure WEG das trägt und ihr konkrete Zusagen vom Netzbetreiber habt. In meinen Monitoring-Projekakten sehe ich, dass viele Mieterstrom-Initiativen an den regulatorischen Anforderungen scheitern – nicht am technischen Teil. CO2-Einsparung beim Balkonkraftwerk: ~150–180 kg/Jahr, je nach euer Strommix. Das ist real, aber kein Game-Changer. Für Mieterstrom brauchts deutlich mehr, aber eben auch Aufwand. Was ist eure Dachfläche und Ausrichtung? Das hilft bei der Einschätzung.


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