Hallo zusammen,
ich bin gerade dabei, meine geplante 10kWp-Anlage auf wirtschaftlicher Basis durchzurechnen – die neuen Module haben ja beeindruckende Wirkungsgrade erreicht in den letzten 15 Jahren, die ich weg war. Jetzt bin ich in einer WEG (4 Parteien) und stelle fest, dass ich die Zustimmung der anderen Eigentümer brauche.
Könnt ihr mir kurz zusammenfassen: Welche Mehrheit braucht man formal für so einen Beschluss? Gibt es Unterschiede, ob die PV nur auf meinem Dach sitzt oder ob wir das als gemeinschaftliche Lösung machen wollen? Und wie dokumentiere ich das korrekt?
Meine Kalkulation habe ich schon gemacht – mit Smart-Home-Integration und aktuellem ROI-Rechner sieht es wirtschaftlich sehr interessant aus. Aber bevor ich Zeit in Verhandlungen investiere, möchte ich wissen, ob es überhaupt rechtlich machbar ist.
Danke für Input!
Hi MarkusH.,
kurz zusammengefasst: Liegt die PV nur auf deinem privaten Teil, brauchst du meistens nur Zustimmung wenn es die Gebäudehülle betrifft – dann oft einfache Mehrheit (50% + 1). Wenn aber Gemeinschaftsflächen mitgenutzt werden (gemeinsames Dach, Leitungsführung), wird's formaler: Dann ist der Beschluss nach WEG-Gesetz Verwaltungsangelegenheit und benötigt auch nur einfache Mehrheit, aber muss ordnungsgemäß in der Eigentümerversammlung protokolliert sein.
Die Dokumentation sollte enthalten: genaue Anlagenbeschreibung, technische Zeichnungen, statische Belastungsberechnung (falls nötig), Versicherungsaspekte. Lest euer WEG-Reglement – manche Verträge sind strenger.
Mein Rat: Sprecht vorher informell mit den anderen drei Parteien. Mit Smart-Home-Integration könnt ihr sogar argumentieren, dass die Lösung später allen offen steht. Das macht die formale Abstimmung am Ende viel reibungsloser.