Hallo zusammen,
ich komme gerade bei den Meldungen im Monitoring etwas ins Grübeln und würde gern mal die Sicht von anderen hören. Meine Anlage läuft seit Jahren unauffällig, 8,5 kWp, und ich mache die üblichen Sachen selbst: Sichtprüfung, Reinigung, Werte vergleichen, Auffälligkeiten notieren. Jetzt im September taucht bei mir gelegentlich eine Fehlermeldung auf, die erst nach einem Netzereignis im Protokoll stand. Der Wechselrichter geht dann nach kurzer Zeit wieder online, im Dashboard sieht es im Grunde normal aus.
Mein Problem: Als Einsteiger in die Fehlersuche würde ich gern sauber trennen, ob sowas eher vom Netz kommt oder ob das Gerät selbst zickt. Ich will nicht wegen jeder kurzen Störung direkt den Installateur rufen, aber ich will auch nichts übersehen, was auf einen echten Gerätefehler hindeutet. Gerade im Herbst mit wechselndem Wetter, mehr Wind und kurzen Spannungsschwankungen wirkt das für mich nicht immer eindeutig.
Woran macht ihr in der Praxis fest, ob es eher ein Grid-Fehler oder ein Gerätefehler ist? Gibt es typische Hinweise im Log oder am Verhalten des WR, auf die man als Laie achten kann?
Ich würde zuerst schauen, ob die Meldung zeitlich zu einem Netzthema passt: kurze Unterbrechung, Spannung außerhalb Toleranz, Frequenz springt usw. Wenn der WR danach sauber neu anläuft und der Fehler nur kurz drinsteht, spricht das oft eher für das Netz als für einen Defekt am Gerät.
Bei echten Gerätefehlern bleibt es meist nicht bei einem einzelnen Eintrag, sondern die Meldung kommt wieder, auch ohne dass am Netz etwas auffällig war.
Als ITler würde ich es ähnlich wie ein Logfile lesen: Muster suchen. Ein Grid-Fehler ist oft extern und wiederholt sich nur dann, wenn das Netz gerade wieder spinnt; ein Gerätefehler taucht dagegen unabhängig vom Zeitpunkt auf und bleibt eher hartnäckig.
Wenn du magst, poste mal die genaue Meldung und ob es parallel zu Wetterumschwung oder Netzumschaltungen war. Das hilft mehr als die reine Fehlernummer.