Guten Tag zusammen,
ich bin gerade beim Durchmessen meiner 600W-Balkonanlage und stoße auf ein Phänomen, das mich irritiert. Der Wechselrichter meldet wiederholt einen Isolationsfehler, bricht dann aber nach einer Stunde einfach wieder normal ein. Das ist jetzt Anfang September, also noch warm genug.
Als gelernter Elektrotechniker weiß ich, worauf ich achten sollte – Feuchtigkeit, Isolationswiderstand, mögliche Mikrorisse in den Leitungen. Aber ich finde einfach keine systematische Herangehensweise, um die Fehlerquelle einzugrenzen. Die Messwerte des Monitors sind eher vage.
Meine Frage: Wie diagnostiziere ich einen Isolationsfehler richtig, ohne gleich den Kundendienst zu bemühen? Gibt es eine bewährte Reihenfolge beim Durchmessen – erst DC-Seite, dann AC? Oder sollte ich anders vorgehen?
Danke für eure Erfahrungen!
Hallo Werner,
Guter Ansatz, das systematisch anzugehen. Meine Erfahrung: Immer zuerst die DC-Seite prüfen – Module gegen Erde, dann beide Strangleitungen zueinander. Mit einem Multimeter im Megohm-Bereich sollte das mindestens 100 MΩ sein, besser 500 MΩ+. Danach AC-seitig die Ausgangsleitung kontrollieren.
Bei dir könnte auch eine befeuchtete Steckverbindung am Balkon problematisch sein – September ist noch feucht, aber die Temperaturwechsel nachts sind größer. Versuch mal, alle Verbindungen sachte mit einem trockenen Tuch nachzuarbeiten. Manchmal hilft auch, den Wechselrichter für eine Stunde komplett vom Netz zu nehmen – Reset ist oft Heilmittel Nummer eins.
Welches Modell hast du verbaut? Manche Geräte haben da spezifische Schwachstellen.