Hallo zusammen,
ich plane derzeit meine erste größere PV-Anlage und beschäftige mich intensiv mit der Frage, wie ich die Echtzeit-Daten vom Smart Meter sinnvoll nutzen kann, um wirklich Stromkosten zu sparen und die Amortisation zu verbessern.
Mein Plan: etwa 10-12 kWp mit Speicher. Was ich nicht ganz verstehe – viele reden von Smart Meter und Energiemanagement, aber konkret: Welche Verbrauchsspitzen sollte ich im August bei mir identifizieren? Klimaanlage, Waschmaschine, Wärmepumpe – das sind ja klassische Stromfresser. Aber wie lese ich das wirklich aus den Echtzeit-Daten richtig ab?
Und noch wichtiger: Bringt es wirtschaftlich etwas, wenn ich solche Daten auswerte und meine Geräte danach steuere? Oder ist das eher ein Komfort-Feature für die Zukunft?
Ich bin technisch versiert, aber bei dem Thema Energiemanagement-Systeme bin ich noch relativ neu. Würde mich über praktische Tipps freuen.
Sehr gute Frage, Klaus! Nach 8 Jahren kann ich dir da aus Erfahrung sagen: Die Echtzeit-Daten sind Gold wert, wenn man weiß, wie man sie nutzt.
Im Sommer wie jetzt ist das Wichtigste: Schau dir deine Lastprofile an. Meine Anlage zeigt mir genau, wann der Verbrauch zwischen 11 und 14 Uhr minimal ist – das ist meine Ladephase für den Speicher. Und wie du richtig sagst, Wärmepumpe und Klimaanlage sind bei mir die größten Fresser. Über mein HEMS steuere ich die WP jetzt gezielt in die Mittags-Spitzen, wenn die PV lädt.
Zur Wirtschaftlichkeit: Ehrlich gesagt, die eigentliche Ersparnis kommt durch korrektes Laden des Speichers und weniger Netzbezug. Das HEMS zahlt sich nach meiner Rechnung in etwa 6-8 Jahren ein, aber der psychologische Effekt ist groß – man sieht sofort, wo man Strom wirlich verschwendet.
Schreib doch mal: Was ist dein geplanter Speicher und dein durchschnittlicher Jahresverbrauch? Dann kann man besser sagen, ob ein vollständiges HEMS für dich sinnvoll ist.
Hi Klaus,
genau das frag ich mich auch gerade! Ich bin noch ganz am Anfang mit meiner PV-Planung und wollte eigentlich fragen, ob ein Smart Meter überhaupt sinnvoll ist, wenn ich dann noch ein HEMS dazu nehme. Wie hängt das zusammen? Muss ich zuerst den Smart Meter haben, um dann intelligente Geräte zu steuern? Und braucht man spezielle Hardware dafür oder geht das über die Wallbox und den Speicher?
Lese gerade viel, aber irgendwie komme ich nicht klar, welche Komponenten zusammen arbeiten müssen. Deine Frage zur wirtschaftlichen Amortisation interessiert mich auch sehr – ist das eher für Leute mit viel Eigenverbrauchspotential interessant oder auch für kleinere Anlagen?