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Realistische Zahlen für Balkonkraftwerk - was bleibt nach Winter übrig?

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T.Bergmann78
Beiträge: 5
Themenstarter
(@t-bergmann78)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten
[#150]

Hallo zusammen,

ich überlege schon länger, ob sich ein Balkonkraftwerk wirklich rechnet oder ob das wieder nur Marketing-Versprechen sind. Überall liest man von 200-300 Euro Ersparnis pro Jahr, aber das klingt mir zu optimistisch.

Habe jetzt mal die Wintermonate ausgewertet und bin skeptisch. Mein Nachbar hat seit letztem Sommer 600W aufm Balkon hängen und meint, er spart mega viel. Aber wenn ich seine Zahlen sehe... im Dezember/Januar waren das gerade mal 15-20 kWh pro Monat. Bei aktuell 32 Cent/kWh sind das lächerliche 5-6 Euro.

Jetzt im Mai läufts natürlich besser, aber reicht das für eine realistische Amortisation? Die Einspeisevergütung ist ja auch nur noch 8,11 Cent - also praktisch geschenkt wenn man nicht alles selbst verbraucht.

Wie sind eure Erfahrungen mit echten Zahlen? Nicht die Prospekt-Fantasiewerte, sondern was am Ende des Jahres wirklich bei rumkommt? Besonders interessiert mich, ob sich das auch rechnet wenn man kein E-Auto hat (was ja immer als großer Eigenverbrauch-Booster angepriesen wird).

Bin für ehrliche Erfahrungsberichte dankbar!

🔗 Eigenverbrauch

🔗 Balkonkraftwerk


1 Antwort
H.Bergmann
Beiträge: 9
(@h-bergmann)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Also Hans, deine Skepsis kann ich gut verstehen. Hab seit 3 Jahren 800W am Süd-Balkon laufen und führe penible Aufzeichnungen.

Die Winterwerte deines Nachbarn sind leider realistisch - bei mir waren's auch nur 12-18 kWh in den dunklen Monaten. Das ist frustrierend, aber die Wahrheit. Dafür holt man in den Sommermonaten ordentlich auf: Juni-August schaffe ich meist 80-90 kWh/Monat.

Meine Jahresbilanz 2023: 520 kWh Gesamtertrag, davon ca. 85% selbst verbraucht (laufen immer Kühlschrank, Router, Standby-Geräte). Das sind etwa 140 Euro Ersparnis bei meinen 31 Cent Strompreis. Anschaffung waren 450 Euro - also knapp über 3 Jahre Amortisation.

Der Trick ist der hohe Eigenverbrauchsanteil ohne E-Auto. Ich hab den Wechselrichter so eingestellt, dass er schon bei geringer Einstrahlung anspringt. Waschmaschine und Spülmaschine laufen nur noch mittags, wenn die Sonne scheint.

Ohne E-Auto rechnet es sich trotzdem, aber man muss realistisch 4-5 Jahre für die Amortisation einplanen, nicht die beworbenen 2-3 Jahre.


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