Hallo zusammen, ich bin gerade dabei mir ein Balkonkraftwerk zuzulegen und habe vorher natürlich recherchiert, was die Dienstleister und Shops so alles versprechen. Dabei bin ich auf eine wichtige Frage gestoßen, bei der ich gerne auf solide Informationen stützen möchte:
Ich wohne zur Miete in einem Mehrfamilienhaus (Wohnetage, kein Eigentum). Das Balkonkraftwerk würde ich gerne an meinem Südbalkon anbringen wollen. Jetzt lese ich überall unterschiedliche Infos: Die einen sagen, unter 600W braucht man keine Genehmigung, andere sagen, man muss den Vermieter trotzdem informieren, wieder andere meinen, es kommt auf die Landesbauordnung an.
Meine konkrete Frage: Was sind denn wirklich die Pflichten und Rechte hier? Muss ich dem Vermieter Bescheid geben, bevor ich etwas montiere? Und wenn er Nein sagt – darf er das einfach so, oder gibt es da rechtliche Grenzen? Ich möchte das saubere Losen und nicht später Ärger haben.
Wäre über realistische Erfahrungen dankbar – keine Versprechen, sondern echte Zahlen und Fakten.
Das ist tatsächlich ne wichtige Frage und gut, dass du da nicht einfach drauflos machst. Kurz: Das Mietrecht ist Landesrecht, aber grundsätzlich brauchst du eine Zustimmung vom Vermieter – egal ob 300W oder 800W. Das ist kein technisches, sondern ein rechtliches Thema. Was manche Dienstleister als "keine Genehmigung nötig" verkaufen, bezieht sich nur auf die Netzanbindung (Stecker rein), nicht aufs Mietrecht selbst. Die gute Nachricht: Du kannst den Vermieter mit guter Begründung nicht leicht ablehnen. Es gibt da mittlerweile gute Musteranschreiben, die beschreiben, dass die Anlage rückbaubar ist, keine Bausubstanz beschädigt wird und die Brandgefahren minimal sind. Im schlimmsten Fall: Mieterbund fragen. So bin ich persönlich vorgegangen, bei mir hats geklappt.
Guter Punkt von dir. Aber Achtung: Viele Vermieter sagen Nein, nur weil sie es nicht verstehen – nicht aus rechtlichen Gründen. Der Knackpunkt ist, dass es landesspezifisch ist. Baden-Württemberg und Bayern haben teilweise andere Regelungen als Bremen. Mein Rat: Erst mit dem Vermieter reden (freundlich, nicht fordernd), danach beim zuständigen Mieterbund nachfragen. Was ich gerne hinterfragen würde: Wie wichtig ist dir die Rentabilität da wirklich? Im Sommer produziert ein 600er-Modul bei dir zwar gut, aber ohne exakte Verbrauchsdaten bringts wenig. Hast du schon gemessen, wie viel Strom du tagsüber nutzt?