Hallo zusammen,
nachdem ich hier im Forum schon seit Jahren über größere PV-Anlagen schreibe, wollte ich mich jetzt mal aus einer anderen Perspektive melden – nämlich als jemand, der sich zum ersten Mal mit Mini-Solaranlagen beschäftigt, und zwar nicht für sich selbst, sondern weil mich immer mehr Leute aus dem Bekanntenkreis fragen, was sie bei der Modulauswahl für ein Balkonkraftwerk beachten sollen.
Bei großen Anlagen kenne ich mich aus – Monokristallin vs. Polykristallin, Halbzellen, bifaziale Module usw. Aber bei Mini-PV gibt es ja nochmal eigene Spielregeln. Gerade im Sommer frage ich mich, ob die Temperaturen auf einem nach Süden ausgerichteten Balkon nicht ein echtes Problem werden können. Die meisten günstigen Module, die ich in Onlineshops sehe, haben Temperaturkoeffizienten irgendwo um die -0,35 bis -0,40 %/°C – das klingt erstmal harmlos, aber auf einem Betonbalkon im Juli kann es ja durchaus 60–70°C auf der Modulrückseite werden.
Außerdem: Macht es bei einem 600W- oder 800W-Balkonkraftwerk überhaupt einen spürbaren Unterschied, ob ich zu einem Markenmodul mit 22% Wirkungsgrad greife oder zum No-Name-Produkt mit 19–20%? Flächenmäßig ist der Spielraum ja begrenzt.
Und last but not least – was ist eure Erfahrung mit den integrierten Mirco-Wechselrichtern, die oft schon beim Komplett-Set dabei sind? Taugen die was, oder sollte man da lieber separat kaufen?
Bin gespannt auf eure Erfahrungen aus der Praxis!