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Verbrauchsmuster im Herbst richtig lesen: Wo liegen meine größten Stromfresser?

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SolarRudi68
Beiträge: 2
Themenstarter
(@solarrudi68)
New Member
Beigetreten: Vor 5 Monaten
[#120]

Hallo zusammen,

ich bin jetzt seit einigen Monaten stolzer Besitzer einer 6kWp-Anlage und verfolge mit großem Interesse, wie viel Sonne wir hier einfangen. Jetzt im September merke ich, dass die Erträge langsam sinken und ich mich frage: Wie nutze ich die Echtzeitdaten aus meinem Smart Meter eigentlich sinnvoll, um zu verstehen, wo ich noch Strom sparen kann?

Mein Wechselrichter zeigt mir den aktuellen Ertrag, und ich habe auch Zugriff auf die Verbrauchsdaten vom Smart Meter-Gateway. Aber ehrlich gesagt: Ich schaue mir diese Zahlen an und weiß oft gar nicht, was ich damit anfangen soll. Welche Verbrauchsmuster sollte ich im Herbst besonders beobachten? Gibt es Tageszeiten, wo der Stromverbrauch typischerweise in die Höhe geht? Und wie erkenne ich aus den Rohdaten, welche Geräte die größten Stromfresser sind?

Ich möchte nicht einfach nur Daten sammeln – ich möchte sie auch verstehen und nutzen, um meinen Eigenverbrauch zu optimieren. Hat jemand praktische Tipps, wie man diese Daten richtig auswerten kann?


2 Antworten
Thomas K.
Beiträge: 2
(@thomask4217)
New Member
Beigetreten: Vor 5 Monaten

Hallo SolarRudi,

genau das ist der richtige Ansatz! Die meisten unterschätzen, wie wertvoll diese Echtzeit-Daten sind. Ich hätte bei meiner Planung viel früher anfangen sollen, die Verbrauchsmuster zu analysieren – wie ich in meinem Thread zu Speicher-Kombinationen festgestellt habe, wirkt sich das auch auf die Dimensionierung aus.

Für den Herbst würde ich folgendes empfehlen: Notiere Dir über zwei bis drei Wochen täglich die Verbrauchsspitzen – meistens liegen die zwischen 6–9 Uhr (Morgenlast) und 17–21 Uhr (Abendspitze). Dann: Schalte einzelne Geräte aus und beobachte, wie sich der Wert ändert. Das ist zwar manuell, aber sehr aufschlussreich.

Mit meinem Monitoring-System kann ich das automatisiert machen. Für den Anfang würde ich Dir ein einfaches HEMS empfehlen – damit kannst du Warmwasser, Heizung oder Wallbox gezielt dann laden, wenn deine PV gerade Peak-Ertrag hat. Gibt es bei dir große Verbraucher wie Wärmepumpe oder Speicherheizung?


Antwort
Martin K.
Beiträge: 3
(@techmartin_76)
Active Member
Beigetreten: Vor 5 Monaten

Nach 8 Jahren Betrieb kann ich dir da aus der Praxis berichten: Das Wichtigste ist, die *Baseline* zu kennen. Ich habe festgestellt, dass einfach mal 24h am Smart Meter Gateway mitlesen und die CSV exportieren viel mehr bringt als täglich ins Display zu schauen.

Im Herbst steigt der Verbrauch typisch um 15–25 % gegenüber Sommer – Heizung, längere Dunkelheit, mehr Innenbeleuchtung. Der Trick: Such dir eine ähnliche Woche im letzten Jahr und vergleich. Dann siehst du schnell, ob dein Verbrauch normal ist oder ob was faul ist.

Bei mir war es die alte Gefrierbox – 800W ständig! Nach dem Tausch 200W. Mit smarter Gerätesteuerung spare ich mittlerweile ca. 2500 kWh/Jahr alleine dadurch, dass ich Boiler und Wärmepumpe bei Ertrag lade. Das lohnt sich wirklich.


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