Hallo zusammen,
ich plane für diesen Sommer endlich meine PV-Anlage und bin gerade bei der Modulauswahl. Mein Haus ist von 1978 und das Dach wurde damals nicht für zusätzliche Lasten wie Solarmodule geplant. Jetzt mache ich mir Sorgen wegen dem Gewicht.
Hab schon verschiedene Module angeschaut - die wiegen ja zwischen 18 und 25 kg pro Stück, je nach Größe und Hersteller. Bei 20-25 Modulen kommt da schon einiges zusammen. Dazu noch die Unterkonstruktion und Befestigung.
Mein Dach hat ca. 45° Neigung, Ziegeldach, normale Sparren soweit ich das sehen kann. Der Dachdecker meinte damals bei der letzten Reparatur, dass alles noch gut aussieht, aber das ist schon 5 Jahre her.
Muss ich da einen Statiker beauftragen oder gibt es Faustregeln? Wie schwer dürfen die Module maximal sein? Gibt es besonders leichte Varianten die trotzdem gute Leistung bringen?
Bin für jeden Tipp dankbar, will nicht dass mir das Dach über dem Kopf zusammenbricht!
Viele Grüße
Klaus
Hi Klaus,
das Thema Statik solltest du definitiv ernst nehmen. Bei einem Dach aus den 70ern würde ich auf jeden Fall einen Statiker drüber schauen lassen, bevor du die Module montierst.
Als Faustregel gilt: Die zusätzliche Dachlast durch eine PV-Anlage sollte 25-30 kg/m² nicht überschreiten. Das bezieht sich auf die gesamte Anlage mit Modulen, Gestell und Befestigung. Bei normalen kristallinen Modulen kommst du meist auf 15-20 kg/m², das ist in der Regel okay.
Was die Modulwahl angeht - dünnere Module sind oft leichter, aber auch teurer. Schau dir mal die Dünnglas-Module an, die wiegen teilweise nur 12-15 kg pro Stück statt 20-25 kg.
Ich hatte vor ein paar Jahren ein ähnliches Problem mit Verschattung durch den Kamin und musste auch erst mal die Statik prüfen lassen. Hat sich gelohnt - lieber sicher als später Probleme.
Ein Statiker kostet 300-500 Euro, das ist gut investiertes Geld für die Sicherheit.