Hallo zusammen,
ich bin Manfred, 72 Jahre alt, und plane meine erste Photovoltaikanlage auf dem Dach. Nach wochenlanger Recherche bin ich etwas überfordert von der Vielzahl der Komponenten und den unterschiedlichen Qualitäten.
Mein Haus hat ein Süddach mit ca. 45m² nutzbarer Fläche, keine Verschattung. Ich möchte eine Anlage mit etwa 8-10 kWp installieren lassen.
Worauf sollte ich bei der Auswahl der einzelnen Bestandteile besonders achten? Bei den Solarmodulen schwanke ich zwischen monokristallinen und polykristallinen Panels - ist der Preisunterschied gerechtfertigt? Beim Wechselrichter bin ich völlig ratlos: String-Wechselrichter, Optimierer oder doch Mikrowechselrichter?
Und dann gibt es noch so viele Details: Welche Montagesysteme sind empfehlenswert? Brauche ich unbedingt einen Speicher von Anfang an oder kann ich den später nachrüsten? Worauf muss ich bei der Verkabelung achten?
Ich bin dankbar für jeden praktischen Tipp von erfahrenen Anlagenbetreibern. Budget spielt eine Rolle, aber Qualität ist mir wichtiger als der günstigste Preis.
Viele Grüße
Manfred
Bei der Montage nicht sparen! Ordentliche Dachhaken und ein stabiles Schienensystem sind das A und O. Hab schon zu viele Anlagen gesehen wo nach paar Jahren die Befestigung Probleme macht.
Monokristallin ist heute Standard, polykristallin wird kaum noch verbaut. Bei den Wechselrichtern: String-WR für Ihr Dach völlig ausreichend. Fronius oder SMA, beide gut.
Hallo Manfred,
bei Ihrer Dachgröße und -ausrichtung würde ich definitiv zu monokristallinen Modulen raten. Der Mehrpreis von etwa 10-15% zahlt sich durch den höheren Wirkungsgrad aus, besonders bei begrenzter Dachfläche.
Beim Wechselrichter: Für ein unverschattetes Süddach reicht ein guter String-Wechselrichter völlig aus. SMA oder Fronius sind bewährte Marken. Optimierer brauchen Sie nur bei Teilverschattung oder unterschiedlichen Modulausrichtungen.
Speicher würde ich erstmal weglassen und später nachrüsten - die Preise fallen noch und Sie können erstmal schauen, wie viel Sie wirklich selbst verbrauchen. Bei der Verkabelung sollten Sie auf DC-seitige Überspannungsschutz achten.
Ich hatte übrigens bei meinem Balkonkraftwerk ähnliche Überlegungen - da zählt auch jedes Watt.
Manfred, aus meiner langjährigen Erfahrung als Installateur: Lassen Sie sich mehrere Angebote machen und vergleichen Sie nicht nur den Preis, sondern auch die verbauten Komponenten.
Wichtige Punkte:
- Module: Tier-1 Hersteller wie Longi, JA Solar oder Q-Cells
- Wechselrichter: Dimensionierung sollte etwa 80-90% der Modulleistung betragen
- Montagesystem: K2 oder Schletter haben sich bewährt
- Verkabelung: Nur Solarkabel mit entsprechender Zertifizierung verwenden
Einen Speicher würde ich erst nach einem Jahr Betrieb empfehlen, wenn Sie Ihren Verbrauch kennen. Die meisten Wechselrichter sind bereits speichervorbereitet.
Lassen Sie sich unbedingt die Garantiebedingungen aller Komponenten genau erklären!
Hallo Manfred,
bei deiner Dachausrichtung und ohne Verschattung würde ich definitiv zu einem String-Wechselrichter raten - das ist die bewährteste und kostengünstigste Lösung. Optimierer oder Mikrowechselrichter brauchst du bei deinen optimalen Bedingungen nicht.
Bei den Modulen: Monokristallin ist heute Standard geworden und der geringe Mehrpreis lohnt sich durch den besseren Wirkungsgrad. Du bekommst mehr Leistung auf die gleiche Fläche.
Zum Speicher: Würde ich erstmal weglassen und später nachrüsten. Die Preise fallen weiter und du siehst erstmal wie sich dein Verbrauchsverhalten entwickelt. Nachrüstung ist problemlos möglich.
Beim Montagesystem auf jeden Fall ein bewährtes System wie K2 oder Schletter nehmen - da sollte nicht gespart werden, schließlich muss das 20+ Jahre halten. Bei der Verkabelung ist MC4-Standard wichtig für die Stecker.
Lass dir mehrere Angebote machen und vergleiche nicht nur den Preis sondern auch die verwendeten Komponenten. Hersteller wie SMA (Wechselrichter) oder Longi/Jinko (Module) sind bewährt.
Viel Erfolg!