Hallo zusammen,
ich plane gerade eine Hybridanlage für unser Einfamilienhaus und bin bei der Wechselrichter-Dimensionierung unsicher geworden. Ich habe eine 10 kWp PV-Anlage geplant und überlege, ob ich einen 8 kW oder 10 kW Hybrid-Wechselrichter nehmen soll.
Mein Gedanke war bisher: Der WR sollte so groß sein wie die Anlage, also 10 kW. Aber in einem Gespräch mit dem Installateur hat er erwähnt, dass das nicht immer sinnvoll ist und dass ich typische Anfängerfehler machen könnte.
Ich habe auch einen geplanten Batteriespeicher (10 kWh LiFePO4) und möchte die Anlage optimieren für Eigenverbrauch und Unabhängigkeit. Welche Punkte sollte ich bei der DC- und AC-seitigen Dimensionierung beachten? Was sind die häufigsten Fehler, die Anfänger wie ich machen?
Freue mich auf eure Erfahrungen!
Sven
Hallo Sven,
gute Frage. Das ist tatsächlich ein häufiger Fehler, die Wechselrichter-Leistung 1:1 an die PV-Peak-Leistung zu koppeln. Bei Hybrid-Systemen musst du mehrere Szenarien denken:
1. **DC-seitige Überdimensionierung**: Ein 10 kWp-Array auf einen 8 kW WR ist völlig normal und sogar empfohlen. Der WR kann dann zwar nicht die volle Leistung abgreifen, aber das ist bei gutem Sonnenlicht nur für kurze Zeit relevant (Mittagspeakspitzen). Dafür bist du am Morgen und Abend besser ausgelastet.
2. **AC-Seitiges Laden der Batterie**: Dein 10 kWh Speicher braucht Zeit zum Laden. Mit einem 8 kW WR brauchst du knapp 1,25 Stunden für eine vollständige Ladung (ohne Last im Haus). Das ist völlig ausreichend, wenn genug Sonne da ist.
3. **Der kritische Fehler**: Viele nehmen einen WR, dessen AC-Leistung KLEINER ist als die maximale Haushlast + Batterie-Ladeström gleichzeitig. Das führt dann zu Netzabschaltungen oder Brownouts. Welche Last-Geräte hast du denn im Haus? Das ist entscheidend.
Mein Tipp: Mit 10 kWh Speicher und normaler Haushaltslast (4-6 kW Dauerlast) ist ein 8-10 kW AC-Wechselrichter die richtige Wahl. Schau dir meine früheren Posts zu Batteriespeicher-Nachrüstung an, da hab ich das auch detailliert durchgespielt.
VG Klaus