Moin zusammen,
ich beschäftige mich seit Jahren mit der Installation von PV-Anlagen und merke, dass immer mehr Kunden nach professionellem Monitoring fragen. Bisher haben die meisten noch mit den Standard-Apps der Wechselrichter-Hersteller gearbeitet. Aber für 2026 sehe ich, dass externe Monitoring-Dienstleister massiv ihre Angebote ausbauen.
Meine Frage: Für wen macht ein Wechsel zu einem externen Anbieter wirtschaftlich wirklich Sinn? Ich denke dabei an Anlagen ab 10-15 kWp, wo die Fehleranalyse und Fernwartung tatsächlich Geld sparen kann. Aber die Kosten liegen ja oft bei 200-400 Euro pro Jahr.
Was sind eure Erfahrungen? Habt ihr mit Anbietern wie Envertech, SolarLog oder ähnlichen arbeitet? Vor allem im Herbst/Winter, wenn die Erträge sinken – kann so ein Monitoring auch helfen, Verschattungsprobleme oder Module-Ausfälle schneller zu erkennen?
Mich interessiert vor allem die praktische Seite: Wie schnell reagieren die Dienstleister auf Fehler? Und spart man wirklich Instandhaltungskosten, wenn regelmäßig jemand die Daten analysiert?
Hallo R.Hoffmann, das ist ne gute Frage, die ich mir selbst auch gestellt habe damals. Ich bin jetzt wieder aktiv hier im Forum, nachdem ich über 10 Jahre raus war. In der Zwischenzeit hat sich bei den Monitoring-Lösungen einiges getan.
Meine Erfahrung: Für Anlagen über 15 kWp lohnt sich ein externer Anbieter definitiv. Die Standard-Apps sind oft lahm und die Fehler-Diagnostik ist schwach. Bei meiner Anlage haben die vom Monitoring-Service Verschattung erkannt, die ich selbst gar nicht bemerkt hätte – eine neue Dachrinne war nötig.
Aber für kleinere Anlagen (unter 10 kWp) würde ich skeptisch bleiben. Da ist der Admin-Overhead größer als der Nutzen. Was auch wichtig: Nicht alle Dienstleister arbeiten mit allen Hersteller-Systemen zusammen. Das ist manchmal auch ne Falle im Kleingedruckten. Schau dir da die Kompatibilität genau an, bevor du deinen Kunden was empfiehlst!