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Hauskauf mit bestehender PV: Anlage im Kaufpreis einrechnen oder separat verkaufen?

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Thomas W.
Beiträge: 0
Themenstarter
(@thomasweber)
New Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen
[#35]

Hallo zusammen,

ich stehe vor einer interessanten Situation: Mein aktuelles Haus hat eine 8,5 kWp-Anlage, die ich vor 5 Jahren installiert habe. Jetzt möchte ich umziehen und stehe vor der Frage, wie ich die Anlage wirtschaftlich am besten "mitnehme".

Mein Makler sagt, ich sollte die PV in den Kaufpreis einrechnen (ca. 12.000€ Aufschlag). Der Käufer scheint da flexibel. Aber ich frage mich: Lohnt es sich wirklich, die Anlage dem neuen Besitzer zu überlassen, oder sollte ich sie lieber komplett abbauen und verkaufen? Die noch gültigen 20 Jahre EEG-Vergütung (13,5 Cent/kWh) gehen ja sonst verloren, oder bleiben die erhalten?

Ich möchte hier wirklich mit realen Zahlen rechnen, nicht mit Makler-Optimismus. Wie würdet ihr die Entscheidung angehen? Habt ihr das schon durchgespielt? Welche versteckten Kosten entstehen beim Abbau und Neubau, und wie ändert sich die Gesamtrentabilität?


1 Antwort
Thomas B.
Beiträge: 5
(@t-bergmann78)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Das ist eine knifflige Situation. Hier spielen mehrere Faktoren zusammen, die man einzeln durchrechnen muss:

**EEG-Vergütung:** Die bleibt erhalten und läuft weiter – unabhängig davon, wem die Anlage gehört. Das ist ein großes Plus für den Käufer, aber nicht für deine Entscheidung entscheidend.

**Die echten Kosten beim Abbau/Neubau:**
- Abbau inklusive Entsorgung: ca. 1.500–2.500€
- Wiederinstallation (mit Elektrikern): 2.500–4.000€
- Neue Genehmigung/Netzanmeldung: ca. 500€
- Transportversicherung, Ausfallzeit ohne Ertrag: nicht unterschätzen

Das sind schnell 5.000–7.000€ Reibungsverluste. Da musst du ehrlich mit rechnen.

**Strategisch würde ich so abwägen:** Wenn der Kaufpreis-Aufschlag 12.000€ realistisch ist und die Anlage noch 15+ Jahre läuft, fahr ich das Geld wahrscheinlich ein und baue im neuen Haus eine neue (optimiert für die neue Ausrichtung). Der "Schaden" durch die Abbaukosten ist kleiner als der Gewinn aus der höheren Kaufsumme.

ANDERS würde ich denken, wenn dein neues Dach deutlich besser ausgerichtet ist oder wenn du wirklich hochwertige Module hast, die du retten willst. Dann rechnet sich der Abbau eher.

Die Makler-Aussage ist nicht falsch, aber auch nicht das ganze Bild.


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