Hallo zusammen,
ich bin nach Jahren wieder aktiv im Forum und möchte mir eine kleine PV-Anlage zulegen. Dabei stehe ich vor der Frage: Sollte ich die Planungs- und Genehmigungsphase selbst in die Hand nehmen oder einen Dienstleister beauftragen?
Mein Grundstück ist relativ unkompliziert – kein Denkmalschutz, Einfamilienhaus. Die Behördenwege sollten eigentlich machbar sein. Andererseits habe ich im Herbst weniger Zeit als im Sommer, und ich möchte nicht riskieren, dass sich die Genehmigung unnötig verzögert.
Was sind eure Erfahrungen? Für wen hat sich ein Planungs-Dienstleister wirklich bezahlt gemacht, und wo hättet ihr es selbst machen können? Gibt es Faustregen, wann die Kosten gerechtfertigt sind?
Freue mich auf eure ehrlichen Erfahrungswerte.
Markus B.
Markus, gute Frage. Aus meiner Sicht kommt es stark auf deine Situation an. Bei mir lohnte sich ein Energieberater/Planer vor allem wegen der Smart Home Integration – ich wollte die PV mit einer Wallbox kombinieren und optimal abrechnen. Die Genehmigung selbst hätte ich hinbekommen, aber die Abstimmung der Komponenten und die Beantragung der Einspeisevergütung war aufwendiger als gedacht.
Bei einem Standard-Einfamilienhaus ohne Speicher würde ich sagen: Versuche es selbst, wenn du dich ohnehin schon ins Thema einarbeiten willst. Die Checklisten und Formulare sind online gut dokumentiert. Einen Dienstleister brauchst du eher, wenn es komplexer wird oder du zeitlich nicht kannst.
Wie sieht dein Setup aus – nur PV, oder magst du später auch einen Speicher/Wallbox nachrüsten?
Moment – bevor du Geld für einen Dienstleister ausgibst, würde ich dir empfehlen, die aktuellen Herstellerangaben und Behördenanforderungen kritisch zu hinterfragen. Viele Planer verkaufen dir Features, die du gar nicht brauchst. Schau dir die tatsächlichen Genehmigungsvorgaben in deinem Bundesland an – oft ist das viel weniger aufwendig als Dienstleister suggerieren wollen. Bei unkomplexem Grundstück: selbst machen und Geld sparen.