Hallo zusammen,
ich bin gerade dabei, mein erstes Eigenheim zu planen und möchte die PV-Anlage von Anfang an mitdenken. Jetzt lese ich überall, dass die Strompreise im Herbst/Winter wieder steigen sollen. Das macht mich etwas unsicher bei der Planung.
Meine Frage: Wenn die Strompreise weiter oben bleiben oder sogar noch steigen, verbessert sich dann meine Amortisationszeit? Oder sind diese Erhöhungen schon in den gängigen Wirtschaftlichkeitsrechnungen eingepreist?
Ich bin noch total neu in dem Thema und möchte die Anlage richtig dimensionieren. Sollen höhere Strompreise mich eher zu mehr Eigenverbrauch (also größere Anlage + Speicher?) bewegen, oder ist das wirtschaftlich am Ende egal?
Wäre super, wenn mir jemand das verständlich erklären könnte. Danke schon mal!
Das ist eine berechtigte Frage, aber Vorsicht: Bei den meisten Wirtschaftlichkeitsrechnungen wird ein fester Strompreis zugrunde gelegt, oft so um 35-40 Cent. Wenn dieser real höher ausfällt (was wahrscheinlich ist), verbessert sich dein ROI automatisch.
ABER: Nicht deshalb gleich die Anlage oversizen und einen teuren Speicher für 10-15k Euro ins Haus bauen. Das ist der Fehler, den viele machen. Ein Speicher zahlt sich derzeit oft erst nach 15+ Jahren ab – und nur wenn der Strompreis wirklich ordentlich klettert.
Mein Rat: Plane eine solide 5-8 kWp Anlage für deinen realen Verbrauch und ohne Speicher, wenn du normales Einfamilienhaus-Lastprofil hast. Höhere Strompreise machen deine Anlage besser rentabel – aber günstiger ist sie deshalb nicht zu installieren. Die Einsparungen entstehen beim Betrieb.