Hallo zusammen,
ich plane für unser Grundstück eine kleine Freiflächenanlage mit ca. 15 Modulen (etwa 6 kWp). Das Ganze soll auf einer freien Wiesenfläche hinter dem Haus entstehen. Jetzt bin ich unsicher, welche Fundamentlösung am besten ist.
Mein Elektriker meint, Betonfundamente wären am sichersten, aber das bedeutet ja ordentlich Erdarbeiten und Genehmigungsärger. Ein Bekannter schwört auf Erdschrauben - die sollen viel einfacher und günstiger sein.
Der Boden ist normaler Lehmboden, keine Hanglage. Windlast könnte bei uns schon mal höher werden, wir wohnen ziemlich frei stehend.
Hat jemand Erfahrungen mit beiden Varianten? Was sind die Vor- und Nachteile? Besonders interessiert mich:
- Haltbarkeit über 20+ Jahre
- Genehmigungsaufwand
- Kosten
- Installation im Eigenleistung möglich?
Im Mai wollte ich eigentlich mit den Erdarbeiten anfangen, daher würde ich mich über eure Tipps freuen. Die Anlage selbst soll dann im Sommer installiert werden.
Danke schon mal für eure Hilfe!
Hey,
kann mich Walter nur anschließen - Erdschrauben sind echt praktisch! Hab letztes Jahr bei nem Kumpel geholfen, war echt easy.
Was noch wichtig ist: Statik solltest du trotzdem rechnen lassen, egal welche Fundamentart. Windlasten werden oft unterschätzt.
Bei der Eigenleistung: Erdschrauben eindrehen ist machbar, aber lass dir von einem Profi die Positionen markieren. Muss alles stimmen mit Ausrichtung und Abständen.
Und noch n Tipp: Im Frühling jetzt ist super Zeit, weil der Boden noch nicht steinhart ist wie im Sommer 😉
Servus T.Hoffmann,
aus meiner Erfahrung kann ich dir zu den Erdschrauben raten, zumindest bei deiner Anlagengröße. Hab selbst vor zwei Jahren eine 8 kWp Freiflächenanlage mit Erdschrauben aufgebaut und bin sehr zufrieden.
Vorteile Erdschrauben:
- Keine Betongenehmigung nötig (meist unter Bagatellgrenze)
- Installation in einem Tag möglich
- Bei Lehmboden super Halt
- Rückbau später problemlos
- Deutlich günstiger (ca. 1/3 der Betonkosten)
Bei 15 Modulen reichen meist 6-8 Schrauben, je nach Unterkonstruktion. Windlast ist bei fachgerechter Planung kein Problem - wichtig ist die richtige Dimensionierung der Schrauben.
Eigenleistung ist definitiv möglich, brauchst aber einen Erdbohrer (kann man mieten). Bei meiner damaligen Speicherplanung hab ich auch viel Eigenleistung gemacht.
Jetzt im Mai ist perfekt für die Vorbereitung - Boden ist meist noch nicht zu trocken.
Moin!
Also ich würde bei Freiflächenanlagen immer zu ordentlichen Betonfundamenten raten. Klar, ist aufwendiger und teurer, aber nach 20 Jahren weißt du auch, dass noch alles steht.
Erdschrauben können über die Jahre durch Frost-Tau-Zyklen wandern, besonders bei Lehmboden. Hab schon Anlagen gesehen, wo nach 10 Jahren nachgearbeitet werden musste.
Genehmigung ist regional unterschiedlich - bei uns in Bayern brauchst du ab einer bestimmten Größe sowieso eine Bauvoranfrage. Würd ich vorher beim Bauamt nachfragen.
Für 6 kWp würde ich mindestens 4 Streifenfundamente rechnen, kostet mit Eigenleistung vielleicht 800-1200 Euro Material.