Hallo zusammen,
ich bin gerade bei der Planung meiner ersten PV-Anlage und bin beim Thema Wechselrichter hängengeblieben. Mir ist klar, dass die Größe des Wechselrichters irgendwie zur Anlagengröße passen muss, aber ich verstehe nicht so richtig, warum es da diese Unterscheidung zwischen Ein- und Dreiphasen gibt.
Ich plane insgesamt ca. 8 kWp auf meinem Dach (Süd-Ausrichtung, gute Bedingungen). Ein Installateur hat mir einen 6 kW Dreiphasen-Wechselrichter empfohlen, sagt aber, das sei auch mit 8 kWp kein Problem – der würde das regeln. Ein anderer meint, ich sollte eher 8 kW nehmen.
Meine Fragen:
- Warum ist der Wechselrichter kleiner als die Module?
- Macht Dreiphasen für mein Einfamilienhaus Sinn, oder reicht Single Phase?
- Welcher der beiden Vorschläge ist vernünftiger für meine Situation?
Ich lese hier gerne mit und versuche mich reinzudenken, aber beim Wechselrichter bin ich echt überfordert. Danke schon mal für die Geduld!
Hallo Johanna S.,
gute Fragen! Das mit der kleineren Wechselrichter-Leistung ist völlig normal – man nennt das "Oversizing". Deine Module produzieren theoretisch 8 kW, aber in der Praxis erreichen sie das fast nie gleichzeitig. Ein 6-8 kW Wechselrichter fängt das problemlos auf, und du sparst Kosten.
Zur Ein-/Dreiphasen-Frage: Bei einem Einfamilienhaus reicht Single Phase (3-4 kW) meist völlig aus – das ist günstiger und unkompliziert. Dreiphasen brauchst du eigentlich nur, wenn du viel Strom auf einmal verbrauchst oder eine Wärmepumpe hast. Meine 12er-Anlage läuft auch auf Dreiphasen, aber eher, weil der Installateur das damals standardmäßig verbaut hat.
Zwischen 6 und 8 kW: Ich würde eher zum 8er greifen. Der zweite Installateur hat da recht – das ist zukunftssicherer, falls du später mal was hinzufügst. Die paar Euro mehr amortisieren sich.
Viel Erfolg beim Projekt!