Moin zusammen,
ich bin gerade dabei, meine Anlage zu überwachen und mir ist aufgefallen, dass ich bei Fehlermeldungen oft nicht direkt weiß, ob das Problem auf der AC- oder DC-Seite liegt. Das ist relevant, weil die Fehlerbehandlung ja völlig unterschiedlich ausfällt – gerade im Sommer bei hohen Temperaturen.
Mein Wechselrichter wirft manchmal Fehler, und ich versuche, die einzuordnen, bevor ich den Service anrufe. Dabei stört es mich, dass oft pauschal geraten wird: "Ruf den Techniker an" – aber ich möchte verstehen, was tatsächlich passiert.
Fragen:
1. Welche typischen Fehler deuten eindeutig auf AC-Seite hin (nach dem WR)?
2. Welche sind charakteristisch für DC-Seite (Module bis Wechselrichter-Eingang)?
3. Gibt es einfache Messungen, die ich selbst machen kann, ohne Profi-Equipment?
4. Spielen Temperaturen dabei eine Rolle bei der Diagnose?
Hintergrund: Ich möchte meine Anlage wirklich verstehen und nicht blind reparieren lassen. Erfahrungsberichte sehr willkommen.
Gute Frage, Marcus! Das ist tatsächlich ein wichtiger Punkt, den viele unterschätzen.
DC-Fehler erkennst du oft daran, dass:
- Der WR überhaupt nicht in Betrieb geht oder instant abschaltet
- Die Eingangsspannung (Udc) gar nicht aufgebaut wird oder extrem schwankt
- Isolationsfehler gemeldet werden (typisch im Sommer bei Feuchte morgens)
- Strangströme asymmetrisch sind – das sieht man im Monitoring
AC-Fehler sind dagegen:
- Netzfrequenzfehler (50 Hz Abweichung)
- Überspannung/Unterspannung auf der 230V-Seite (kommt oft vom Hausanschluss)
- Erdschlussfehler nach dem WR
- Der WR lädt die Batterie, arbeitet aber unregelmäßig ab
Zum Selbermessen: Mit einem einfachen Multimeter kannst du DC-Spannung an den String-Eingängen prüfen (sollte stabil sein). AC-seitig ist es trickier – da brauchst du wirklich ein gutes Gerät. Temperatur spielt besonders bei Isolationsfehlern eine Rolle: Im Sommer sind Module heißer, der Isolationswiderstand sinkt, weshalb sommers mehr falsche Meldungen kommen.
Wie sieht denn dein konkreter Fehlercode aus?