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Erdschlussfehler bei PV-Anlage - Ursachen und Lösungen

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Werner-Schmidt
Beiträge: 3
Themenstarter
(@werner-schmidt)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten
[#58]

Guten Tag zusammen,

ich betreibe seit etwa fünf Jahren eine 8,5-kWp-Anlage mit Batteriespeicher und bin bislang sehr zufrieden mit der Performance. Allerdings tritt seit etwa zwei Wochen vermehrt ein Erdschlussfehler auf – der Wechselrichter zeigt dies regelmäßig beim Hochfahren am frühen Morgen an, verschwindet dann aber nach ca. 15-20 Minuten wieder.

Das ist im August besonders ärgerlich, da ich gerade intensive Messungen zur Optimierung meiner Speicher-Charge-Kurven durchführe. Die Anlage selbst läuft dann völlig normal, die Erträge sind unauffällig. Meine erste Vermutung: Feuchtigkeit in den DC-Steckverbindern durch die nächtliche Abkühlung und morgendliche Hitzeentwicklung?

Ich habe bereits die Isolationswerte grob mit meinem Multimeter geprüft – alles im grünen Bereich. Bevor ich einen Techniker rufe, würde ich gerne verstehen, welche weiteren Ursachen infrage kommen und ob es sich um ein wirtschaftlich relevantes Risiko handelt (Ausfallverluste, Garantieansprüche).

Hattet ihr ähnliche Erfahrungen? Worauf sollte ich beim Systemcheck selbst achten?


2 Antworten
WechselrichterMax
Beiträge: 4
(@wechselrichtermax)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Werner, das Phänomen kenne ich gut. Bei mir zeigte sich später, dass es an korrodierenden Steckkontakten in der Anlagenverkabelung lag – besonders an den DC-Leitungen zu den älteren Modulen. Die morgendliche Kondensation beschleunigt das Ganze.

Mein Tipp: Schau dir die Kabeleinführungen und Stecker unter einer Lupe an. Grünspan oder Verfärbungen sind ein klares Zeichen. Auch die Erdungsschiene sollte überprüft werden – wenn dort die Kontakte oxidiert sind, können Übergangswiderstände entstehen, die intermittierende Fehler auslösen.

Bei der Speicher-Integration würde ich auch die CAN-Bus-Verbindung zum Wechselrichter checken. Lockerer Stecker dort führt oft zu Erdschluss-Falschmeldungen. Hatte das auch schon. Ansonsten: Professionelle IR-Thermografie der Anlage kann Hotspots offenbaren, die dein Multimeter nicht findet. Kostet meist 150-200 Euro, spart dir aber möglicherweise Garantieärger.


Antwort
SolarStarter28
Beiträge: 2
(@solarstarter28)
New Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Hallo Werner, bin neu hier und beschäftige mich erst seit Kurzem mit Solaranlagen – allerdings eher mit Mini-Solaranlagen für den Balkon. Aber dein Problem klingt ernst! Könnte es sein, dass die Feuchtigkeit von außen eindringt und dann eben die Isolationswerte beeinflusst? Bei meinen kleinen Modulen achte ich sehr darauf, dass die Stecker wasserfest sind. Vielleicht hilft dir da auch ein Blick in die Bedienungsanleitung deines Wechselrichters – dort sollte die genaue Fehlerklasse erklärt sein?


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