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[Gelöst] Firmware-Updates beim Wechselrichter – lohnt sich das wirklich?

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KlausMueller
Beiträge: 4
Themenstarter
(@klausmueller)
New Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten
[#2]

Hallo zusammen,

ich betreibe meine 8 kWp Anlage jetzt seit 12 Jahren und habe in dieser Zeit einiges erlebt – von defekten Wechselrichtern bis hin zu komplett neuen Monitoring-Plattformen, die der Hersteller von heute auf morgen eingestellt hat. Was mich aktuell beschäftigt ist die Frage, wie ihr das mit Firmware-Updates bei euren Wechselrichtern handhabt.

Mein aktueller Wechselrichter (Fronius Symo, jetzt etwa 4 Jahre alt) hat neulich wieder eine Update-Benachrichtigung angezeigt. Ich habe in der Vergangenheit schon erlebt, dass ein Firmware-Update kurzfristig mehr Probleme gemacht hat als vorher vorhanden waren – danach ließ sich der Wechselrichter nicht mehr sauber ins Monitoring einbinden und es hat drei Wochen gedauert bis der Support das Problem gelöst hatte. Mitten im Sommer, die besten Ertragstage!

Meine Fragen daher:
- Macht ihr Updates sofort, oder wartet ihr erst ein paar Wochen ab ob andere Probleme berichten?
- Gibt es irgendwo eine zuverlässige Quelle wo man sieht ob ein bestimmtes Firmware-Release stabil ist?
- Hat jemand Erfahrungen damit gemacht, ob neuere Firmware wirklich messbare Vorteile bei den Erträgen bringt, oder ist das eher kosmetisch (Bugfixes, UI-Verbesserungen)?

Aus wirtschaftlicher Sicht ist mir das nämlich nicht egal – wenn ein schlecht getimtes Update zwei Wochen Ausfall bedeutet, dann frisst das beim aktuellen Einspeisungsertrag einen spürbaren Teil der Jahresrechnung weg.

Bin gespannt auf eure Erfahrungen!

Klaus


4 Antworten
Marcus-Hoffmann
Beiträge: 2
(@marcus-hoffmann)
New Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Ich mache das eigentlich immer zeitnah, aber ich habe halt auch den Vorteil dass ich meine Anlage vollständig ins Smarthome eingebunden habe und Anomalien sofort auffallen. Wenn nach einem Update irgendwas nicht stimmt, sehe ich das innerhalb von Stunden in meinem Dashboard. Wer das nicht hat, sollte vielleicht wirklich etwas vorsichtiger sein.

Was mich bei dem Thema mehr nervt als die Updates selbst: wenn Hersteller ihre Cloud-APIs ohne Ankündigung ändern und plötzlich die ganze Drittanbieter-Integration nicht mehr funktioniert. Das ist bei mir zweimal passiert und da hilft keine Wartezeit – man erfährt es erst wenn es kaputt ist. Das ist aus IT-Sicht einfach schlechtes Schnittstellenmanagement.


Antwort
ThomasK42
Beiträge: 5
(@thomask42)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Hallo Klaus,

kenne das Problem gut, ich bin ja auch schon seit 12 Jahren dabei und habe mittlerweile drei Wechselrichter-Generationen durch. Meine Faustregel inzwischen: niemals sofort updaten, immer mindestens 4-6 Wochen warten. Im Fronius-Forum und auf deren Community-Seite tauchen Problemberichte meistens innerhalb der ersten zwei Wochen nach einem neuen Release auf – wenn da nichts Gravierendes kommt, gehe ich das Update an.

Bei meinem letzten Wechselrichtertausch hatte ich tatsächlich eine Firmware-Version, die das Einspeisemanagement leicht verändert hat und dadurch die Erträge in den Morgenstunden minimal verbessert hat. War aber wirklich marginal, so 1-2 % – ob das statistisch signifikant war oder nur die bessere Witterung in dem Zeitraum, kann ich ehrlich gesagt nicht sauber trennen.

Das Timing ist wie du sagst entscheidend. Mitten im Juli würde ich gar nichts anfassen. Warte bis September, dann sind die Ertragseinbußen bei einem etwaigen Problemfall deutlich kleiner. Die paar Wochen ohne das neueste Firmware machen bei einem stabilen System keinen Unterschied.


Antwort
MarkusLang
Beiträge: 9
(@markuslang)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Juli ist definitiv der falsche Zeitpunkt für sowas. Ich warte immer bis Oktober/November bevor ich irgendwas an der Konfiguration oder Firmware ändere. Der Gedanke im Sommer auch nur einen Tag Ertrag durch eine selbstverschuldete Downtime zu verlieren ist mir zu schmerzhaft – speziell wenn man wie ich gerade dabei ist die Eigenverbrauchsquote zu optimieren und jeden kWh im Speicher braucht.


Antwort
MarkusKraus
Beiträge: 9
(@markuskraus)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Ich schaue das etwas systematischer an. Firmware-Updates lassen sich in drei Kategorien einteilen: sicherheitsrelevante Patches (sofort einspielen), Leistungsoptimierungen (nach 4 Wochen Feldbeobachtung), und reine UI/Monitoring-Änderungen (kann man auch mal ein halbes Jahr lassen).

Für Fronius gibt es die Release Notes auf der Herstellerseite, die sind oft recht detailliert. Dort steht meistens drin ob es sich um bugfixes oder um Änderungen am Regelverhalten handelt. Das ist die erste Anlaufstelle die ich nutze bevor ich irgendetwas anfasse.

Zur Wirtschaftlichkeit: Ich habe bei einer Anlage die ich betreue tatsächlich mal einen A/B-Vergleich versucht (zwei ähnliche Anlagen, eine mit Update, eine ohne) – messbare Ertragsunterschiede gab es keine. Der ROI von Firmware-Updates liegt meiner Meinung nach primär im Stabilitäts- und Sicherheitsbereich, nicht in der Ertragsoptimierung. Das sollte man bei der Entscheidungsfindung realistisch einpreisen. Ich hatte das Thema auch schon mal am Rande in diesem Grundlagen-Thread angesprochen.


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